Norwegens neuer Loipen-König Johannes Hösflot Kläbo hat im Teamsprint bei den Winterspielen von Pyeongchang sein nächstes Gold geholt. (Medaillenspiegel der Olympischen Spiele)
Der 21-Jährige gewann nach 6×1,4 km gemeinsam mit Martin Johnsrud Sundby vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow (Olympische Athleten aus Russland) sowie den Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve und triumphierte damit nach dem klassischen Sprint und der 4×10-km-Staffel zum dritten Mal.
Das deutsche Duo Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer belegte im Finale wie zuvor Nicole Fessel und Sandra Ringwald den zehnten und letzten Platz.
Bing: Luft war raus
„Wir waren durch den Lauf zuvor ein bisschen euphorisiert. Ich habe ein bisschen zu viel gewollt. Als dann richtig die Post abging, war bei uns ein wenig die Luft raus“, sagte Bing im ZDF.
Für Norwegen ist es bereits das sechste Skilanglauf-Gold dieser Winterspiele. Das hat bislang noch keine Nation geschafft. Kläbo hat noch immer die Chance, als erster Skilangläufer viermal Gold bei ein- und denselben Olympischen Winterspielen zu gewinnen.
Am Dienstag vergangener Woche war er zum jüngsten Skilanglauf-Olympiasieger der Geschichte aufgestiegen. Am Samstag steht bei den Männern der 50 km Massenstart im klassischen Stil an (14.00 Uhr OZ/06.00 Uhr MEZ). (Zeitplan der Olympischen Spiele)
Auch Ringwald und Fessel klar geschlagen
Bei den Damen haben Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste olympische Skilanglauf-Gold überhaupt für die USA geholt. Das Duo gewann den Teamsprint über 6×1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen (2,97).
Das deutsche Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald belegte im Finale den zehnten und letzten Platz (1:10,10 Minuten zurück). Björgen verpasste damit ihre insgesamt achte Goldmedaille (7-4-3), mit der sie den Biathleten Ole Einar Björndalen (Norwegen/8-4-1) als erfolgreichsten Wintersportler bei Olympia abgelöst hätte. Mit ihrer insgesamt 14. Medaille löste sie Björdalen in dieser Statistik allerdings ab.
Die deutschen Olympia-Athleten sammeln bei den Spielen in Pyeongchang vom ersten Tag an fleißig Edelmetall. SPORT1 zeigt die deutschen Medaillengewinner.
Fessel hatte die bisherigen Rennen in Pyeongchang wegen gesundheitlicher Probleme verpasst und tat sich sichtlich schwer. „Ich wollte es einfach versuchen, aber es geht nicht“, sagte die 34-Jährige schon nach dem Halbfinale. Ringwald, die im Wechsel mit der Allgäuerin lief, musste in ihren drei Runden stets gegen den Rückstand anlaufen, den ihre Teamkollegin kassierte.
Der Teamsprint gehört zum vierten Mal zum olympischen Programm, bislang war ein fünfter Platz das schlechteste deutsche Ergebnis gewesen. 2010 hatten Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad sogar Gold geholt, vor vier Jahren in Sotschi verpassten Steffi Böhler und die heutige Biathletin Denise Herrmann als Vierte nur knapp eine Medaille.