Der deutsche Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hat seinen Unmut über die deutschen Qualifikations-Regeln für die Olympischen Winterspiele geäußert. Mit dem Prozedere ist der Österreicher nicht einverstanden.
Dabei geht es Horngacher speziell um Karl Geiger. Der DSV-Adler erlebte einen Horror-Winter und schaffte es bis einschließlich des Weltcups in Sapporo nicht, eine geforderte Top-Acht- oder zwei Top-15-Platzierungen zu erreichen. Damit waren Geigers Olympia-Träume zunichte gemacht und er zählt nicht zum vierköpfigen Kader, dem nun Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Andreas Wellinger angehören.
Olympia: Bundestrainer regt Systemänderung an
Allerdings kam der 32-Jährige zuletzt in Fahrt und flog beim Heimweltcup in Willingen sogar auf das Podest – doch die deutschen Regularien lassen eine Olympia-Teilnahme nicht zu.
„Da könnte man vielleicht auch mal über unser System in Deutschland nachdenken“, meinte Horngacher am Dienstag in einer Medienrunde und fügte hinzu: „In Österreich ist es ein bisschen anders. Da können dann mehr die Trainer entscheiden, wer aktuell der Beste ist und zu Olympia fahren soll. Das war jetzt bei uns nicht unbedingt gegeben.“
Aktuelle Form ist nicht entscheidend
Der Bundestrainer hinterfragt die aktuellen DOSB-Richtlinien: „Wir mussten nach den Ergebnissen im Vorfeld aufstellen. Und dabei weiß ich nicht, ob das eigentlich sportlich das Richtige ist.“
Das sind die Deutschen Gold-Hoffnungen für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina 2026:
Er verwies darauf, dass es für die Olympischen Winterspiele nicht wichtig sei, im November gut zu sein, sondern knapp vor dem Großevent. Daher sieht Horngacher in den bisherigen Regeln ein Problem.
„Aber wir haben keine andere Wahl und müssen uns nach diesen Richtlinien strecken“, zeigte er sich nicht glücklich und erklärte abschließend, dass ihm die Umstände für Geiger leid tun würden.