Niederländer Arends gewinnt das $100k High Roller
Online ist der in Österreich lebende Jens Arends längst einer der erfolgreichsten und gefürchtetsten Pokerspieler der Welt. In diesem Jahr gelingt es ihm aber erstmals sein Können auch an den Livetischen umzusetzen. Im März verbuchte er einen Sieg und einen zweiten Platz bei der Triton Series, vor wenigen Tagen hatte er bei der WSOP das $50.000 High Roller (Event #23) auf Platz drei abgeschlossen. In der vergangenen Nacht gelang dem Niederländer dann der ganz große Wurf.
Die letzten sechs Spieler waren zum Finale beim $100.000 High Roller (Event #29) ins Horseshoe Las Vegas zurückgekehrt. Arends lag zu diesem Zeitpunkt in Führung, musste zunächst aber mit ansehen, wie Adrian Mateos das Kommando übernahm. Nach den Bustouts von Biao Ding ($469.464), Jeremy Ausmus ($619.919) und Chance Kornuth ($833.854) lag der Spanier zu dritt komfortabel vorne.
Die Wende brachte ein geflopptes Full House von Arends, das Mateos mit einer geriverten Straight ausbezahlte. Danach war Arends nicht mehr zu halten, schnappte sich auch die restlichen Chips von Mateos ($1.142.147) und führte Heads-up gegen Cary Katz mit 44,6 zu 11,2 Millionen Chips. In der letzten Hand limp-callte Arends mit A♦K♦das All-in von Katz mit Q♠4♠ und behielt auf A♥Q♦J♥3♣K♠ mit Top Twopair die Oberhand.
Arends kassierte für den Sieg stolze $2.576.729 Prämie und sein zweites Bracelet. Das erste hatte er im September im Rahmen der WSOP Online bei GGPoker gewonnen. Katz dagegen bleibt ohne Bracelet, bekam als Runner-up aber $1.592.539 ausbezahlt. Main Event Champion Koray Aldemir erreichte den letzten bezahlten Rang 14 für $171.034.
Dietrich Fast am Final Table chancenlos
Die großen Erfolge von Dietrich Fast bei internationalen Veranstaltungen liegen schon ein paar Jahre zurück. 2015 gewann er in Berlin ein Bracelet der WSOP Europe, 2016 den Main Event der World Poker Tour in Los Angeles und 2017 das Super High Roller der Asia Championship of Poker. Gestern Nacht hatte der 37-Jährige die Chance beim $1.500 NLHE Freezeout (Event #28) der WSOP wieder für Schlagzeilen zu sorgen, doch es daraus wurde nichts.
Bei noch 17 Spieler war Fast von Platz sieben in den letzten Spieltag gestartet, erreichte auch den Final Table, lief der Musik als Shortstack aber immer hinterher. Die letzten neun Big Blinds gingen schließlich mit K♦Q♥ gegen A♥5♥ von Chipleader Benjamin Ector verloren, so dass Platz acht für $45.895 zu Buche schlug.
Ector war an diesem Tag dagegen nicht zu schlagen. Er übernahm auch alle weiteren Bustouts am Final Table und feierte den Gewinn seines ersten Bracelets, das mit $406.403 Prämie dotiert war.
Bracelets für Monnette, Dulaney und Ioli
$1.500 Limit 2-7 Lowball Triple Draw (Event #30)
John Monnette aus Kalifornien zählt zu den stärksten Allround-Spielern in der Pokerszene und unterstrich dies gestern mit dem Sieg beim $1.500 Limit 2-7 Lowball Triple Draw. Es ist Bracelet Nummer fünf für Monnette, der zuvor beim 8-Game (2011), Seven Card Stud (2012), No-Limit 2-7 Lowball (2017) und Limit Hold‘em (2019) erfolgreich war. Die Siegprämie betrug diesmal $145.863.
Insgesamt wurden bei 522 Entries $696.870 ausgespielt. Aus deutschsprachiger Sicht erzielte der Österreicher Alexander Freund mit Platz elf für $9.141 das beste Ergebnis.
$600 Mixed NLHE / PLO (Event #32)
Beim $600 Mixed NLHE/PLO wurden durch 2.759 Entries insgesamt $1.407.090 an Preisgeldern ausgespielt. Nach zwei Spieltagen triumphierte Scott Dulaney, ein Feuerwehrmann aus Houston, und kassierte $194.155 Prämie. Platz zwei belegte Sridhar Sangannagari ($120.004), der lange in Führung gelegen und unter anderem auch den zweifachen Bracelet-Gewinner Barny Boatman ($23.371) auf Platz acht eliminiert hatte. Der Österreicher August Schlegl beendete das Turnier als bester deutschsprachiger Teilnehmer auf Platz 46 für $4.201.
$3.000 No-Limit Hold‘em 6-Handed (Event #32)
Auch das $3.000 NLHE 6-Handed wurde am zweiten Spieltag beendet. Im Preispool lagen hier $3.313.470 (1.241 Entries) und den Sieg samt $558.266 schnappte sich der US-Amerikaner Mark Ioli vor dem Kolumbianer Johann Ibanez ($345.034). Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht erzielte hier Wojciech Barzantny aus Kaiserslautern mit Platz 26 für $19.382 Preisgeld.