Nach seinem Aus bei der Vuelta hat Primoz Roglic nun schwere Vorwürfe erhoben.

Auf der 16. Etappe war er kurz vor dem Ziel gestürzt und musste daher verletzungsbedingt aufgeben. Schuldiger für den Sturz soll dabei Fred Wright sein, meint zumindest der Slowene.

„Er kam von hinten und riss mir den Lenker aus den Händen, bevor ich reagiere konnte“, behauptet er auf der Homepage seines Teams Jumbo-Visma.

Gerüchte über eine andere Sturzursache weist er dabei zurück. „Nicht jeder hat es richtig gesehen. Der Unfall wurde nicht durch eine schlechte Straße oder mangelnde Sicherheit verursacht, sondern durch das Verhalten eines Fahrers“, erklärt er und fügt an: „Ich habe keine Augen im Rücken. Andernfalls wäre ich ausgewichen.“

Der dreimalige Vuelta-Sieger will daher auch nicht zur Tagesordnung übergehen. „Das ist nicht der Weg, wie ich möchte, dass der Sport weitergeht“, sagte er.

Nach dem schweren Sturz kann Roglic nach eigener Aussage inzwischen zumindest wieder etwas gehen.

Wright-Team kontert: Schürt „Hass und Feindseligkeiten“

Wright und sein Team Bahrain Victorious reagierten auf die Vorwürfe.

„Nach der Etappe war ich voller Emotionen. Dann kam ich in den Bus und sah das Statement“, erklärte Wright auf Twitter. „Ich war sehr enttäuscht.“

Für Wright steht fest: „Ich denke nicht, dass die Vorwürfe fair sind, um ehrlich zu sein. Das Filmmaterial zeigt, dass es ein einfacher Rennunfall war.“

Der 23-Jährige habe Roglic nach der Etappe „eine private Nachricht geschickt, um zu sehen, ob es ihm gut geht.“

Das Team Bahrain unterstrich: „Wir stehen zu Fred! Er ist freundlich, großzügig und unglaublich talentiert. Er hat die Kommentare, die in den letzten Tagen gegen ihn gerichtet wurden, nicht verdient.“

Das Statement von Roglic und dessen Team Jumbo-Visma kann der Rennstall nicht nachvollziehen: „Wir sind der Meinung, dass ein Team, das sich über einen Zwischenfall auf der Strecke Gedanken macht, diese bei den Kommissaren nach der Etappe vorbringen sollte und sie nicht erst einige Tage später in einem Online-Statement veröffentlicht.“

Ein solches Vorgehen schüre „Hass und Feindseligkeiten“.