Dritter Titel nach dem Hitze-Krimi: Radprofi Nils Politt ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich nach 2023 und 2024 abermals zum deutschen Meister im Zeitfahren gekrönt. Bei den Frauen ging der Sieg bei den Titelkämpfen im Thüringer Wald erstmals an die Paris-Roubaix-Gewinnerin Franziska Koch.
Politt (32) vom Team UAE Emirates-XRG setzte sich nach 41 km in Streufdorf vor Maximilian Walscheid (Lidl–Trek) und Jasha Sütterlin (Jayco AlUla) durch. Den beiden Kontrahenten fehlten jeweils nur rund zwei Sekunden auf den Sieg.
Bei Temperaturen von knapp über 30 Grad rollte Titelverteidiger Maximilian Schachmann mit 13 Sekunden Rückstand als Vierter über die Ziellinie. Politt darf nun bei den Zeitfahren der Tour de France (ab 4. Juli), bei der der Kölner erneut als wichtiger Helfer von Titelverteidiger Tadej Pogacar an den Start geht, das Meistertrikot tragen.
Die Frauen mussten im Anschluss bei noch höheren Temperaturen auf ihre 26,2 km lange Strecke. Koch (FDJ United – Suez) setzte sich letztlich souverän durch. Die Titelverteidigern Antonia Niedermaier (Canyon-SRAM), zuletzt starke Gesamtzweite beim Giro d’Italia, verlor 26 Sekunden auf die 25-Jährige und musste sich mit Rang zwei begnügen. Lisa Klein (+1:12 Minuten) wurde Dritte.
Koch, die im vergangenen Jahr das Straßenrennen gewann, peilt nun am Samstag das „Double“ an. Die Männer fahren ihren deutschen Straßenmeister am Sonntag aus.