Am Tag nach dem zweitlängsten der längste Ritt der 103. Frankreich-Rundfahrt: Fast in Klassiker-Dimensionen reist die Tour weiter gen Süden.
„Unser Ziel ist offensichtlich: so schnell wie möglich die Berge zu erreichen“, sagt Streckenchef Thierry Gouvenou. Und deshalb stehen auf der Hatz nach Limoges wohl ein weiteres Mal die Sprinter im Vordergrund.
Die 103. Tour de France verlangt den Fahrern alles ab: Vier Bergankünfte und sieben Anstiege der Goldkategorie stehen an, dazu ein Bergzeitfahren. Alle Etappen im Profil.
Von Saumur aus geht es durch flaches Terrain über mehrere Rennstunden dahin, erst in der zweiten Rennhälfte steigt das Gelände sanft an – im Schlussdrittel steht neben einem Zwischensprint auch eine Bergwertung der 4. Kategorie auf dem Programm.
Das malerisch an der Loire gelegene Städtchen Saumur ist bekannt für seine Wein- und Sektkellereien, zudem werden hier Massen an Champignons verarbeitet. Zuletzt war die Tour im Jahr 1987 in Saumur zu Gast, dort begann ein für heutige Verhältnisse undenkbar langes Zeitfahren über 87,5 km, das der Ire Stephen Roche gewann.
Die letzte Etappe wird zur Triumphfahrt für Chris Froome. Der Brite gönnt sich einige Schlückchen Alkohol. Ein Deutscher jubelt in Paris. SPORT1 zeigt die besten Bilder.
Limoges am nordwestlichen Rande des Zentralmassivs ist ein weltberühmter Produktionsort von Porzellan, zahlreiche bedeutende Sakralbauten locken zudem die Touristen in die alte Bischofsstadt an der Vienne. Die Tour-Geschichte von Limoges ist reichhaltig. Größen wie Fausto Coppi, Eddy Merckx und Gianni Buogno feierten große Triumphe, einen von zwei Tour-Etappensiegen, die Lance Armstrong nicht gestrichen wurden, fuhr der gefallene Superstar 1995 in Limoges ein.