Daniel Deußer hoffte und zitterte bis zum Schluss, letztlich fehlte ihm aber das Glück: Zwölf Jahre nach seinem ersten Triumph beim Weltcupfinale der Springreiter verpasste der Wiesbadener im texanischen Fort Worth den zweiten Sieg knapp. Mit Otello belegte der 44-Jährige nach zwei fehlerfreien Umläufen in der dritten und letzten Prüfung den zweiten Rang.

„Wenn man nach der zweiten Runde zwei fehlerfreie Durchgänge vorweisen kann, träumt man natürlich ein bisschen vom Sieg“, sagte Deußer, der mit sieben Strafpunkten hinter dem US-Amerikaner Kent Farrington und seiner Oldenburger Stute Greya (vier Fehlerpunkte) landete. Einen Fehler Farringtons zum Abschluss hätte Deußer zum Sprung auf Platz eins benötigt. „Aber letztendlich bin ich sehr zufrieden mit meinem zweiten Platz hier“, sagte er.

Bei seiner vierten Podiumsplatzierung in einem Weltcupfinale verhinderte ein Abwurf aus dem zweiten Springen, dass Deußer ganz oben stand. Zum Abschluss blieb Deußer zweimal makellos. Auch Debütant Rene Dittmer erzielte mit Cody auf Platz vier (neun Fehlerpunkte) ein starkes Ergebnis. Europameister Richard Vogel (Gangster Montdesir/18) rundete als Neunter das gute Abschneiden der Deutschen ab. Patrick Stühlmeyer schied mit Baloutaire wegen zwei Verweigerungen im ersten Finalumlauf aus.

Bundestrainer Otto Becker (67) zeigte sich „super happy mit drei Reitern in den Top Ten“. Deußer habe sich seine Platzierung „mehr als verdient. Rene Dittmer ist überragend geritten und ist mit dem vierten Platz belohnt worden.“ Nur wegen einer Zeitüberschreitung im vorletzten Umlauf reichte es nicht für das Treppchen. Becker fahre „rundum zufrieden von diesem Weltcupfinale zurück“.