Die jungen deutschen Dressurreiter haben beim Weltcupfinale in Fort Worth/Texas in Abwesenheit der absoluten Weltspitze ein gutes Resultat erzielt. In der abschließenden Kür zeigten Raphael Netz und Dieudonné mit 79,245 Prozent und Platz fünf eine ansprechende Leistung. In einer anderen Liga ritt Topfavoritin Becky Moody, die sich mit Jagerbomb (88,330) vor Christian Simonson aus den USA (Indian Rock/83,810) und der Polin Sandra Sysojewa (Maxima Bella/80,770) durchsetzte.
Beim Grand Prix vor zwei Tagen hatte Netz sich noch zu viele Fehler geleistet, beim Sieg der Britin Moody belegte er lediglich Rang zwölf. Am Samstagabend (Ortszeit) überzeugte erneut auch der zweite deutsche Starter Moritz Treffinger, mit 22 Jahren jüngster Teilnehmer. Mit Fiderdance ritt der Debütant zu 77,360 Prozent und Platz acht.
„Die Jungs haben ihre Pferde beide ganz, ganz toll gezeigt. Ich bin ganz stolz auf die beiden“, freute sich Bundestrainerin Monica Theodorescu über die Resultate. Insgesamt habe beim Weltcupfinale eine „irre Stimmung“ geherrscht, es sei ein „tolles Championat mit super Sport gewesen“.
Die Szenestars wie Titelverteidigerin Charlotte Fry und Ikone Isabell Werth verzichten im WM-Jahr auf eine Teilnahme, vor allem viele deutsche Reiter traten die Reise nach Übersee nicht an. Ihnen stehen wegweisende Wochen bevor, teamintern geht es um die Qualifikation für das Jahreshighlight im Reitsport-Mekka Aachen (11. bis 23. August).