Franziska van Almsick hat vor der am Mittwoch beginnenden Schwimm-Europameisterschaften in Berlin die EInstellung des deutschen Schwimm-Nachwuchses kritisiert.

„Schwimmen ist wahnsinnig trainingsintensiv. Da muss man Kacheln zählen. Aber sich quälen ist out“, sagte van Almsick in einem Interview mit „Sport-Bild“.

Eine mögliche Lösung sei eine Reform des Nachwuchs-Systems: „Vielleicht sollte man mal über den großen Teich nach Amerika schauen. Das Stipendiensystem an den Universitäten bringt tolle Sportler hervor. Natürlich ist das nicht eins zu eins in Deutschland kopierbar. Aber man sollte etwas Neues testen.“

Außerdem fehlt es laut der 18-fachen Europameisterin dem aktuellen deutschen Kader an Unverwechselbarkeit. „Uns fehlen derzeit die Gesichter. Es müssen ja nicht unbedingt die Seriensieger sein. Aber auch Charaktere, die eine interessante Geschichte zu bieten haben, gibt es nur wenige“, sagte van Almsick.