Der Sportdirektor des Deutschen Schwimmverbandes Lutz Buschkow fordert von den Rettungsschwimmern der DLRG mehr Aufmerksamkeit.
Man habe mit ihnen geredet und „sie sensibilisiert, schneller und aufmerksamer einzugreifen“, sagte der 56-Jährige bei SPORT1.
Beim Auftakt der Schwimm-EM in Berlin verlor die polnische Langstreckenschwimmerin Natalie Charlos kurz vor dem Ziel im 10-km-Rennen das Bewusstsein (News). Nach einer Behandlung an Land durch den deutschen Teamarzt Alexander Beck befand sich die Athletin aber wieder in einem stabilen Zustand.
Die 21-Jährige wurde ins Krankenhaus zur näheren Untersuchung gebracht.
„Man hat das Problem, dass da internationale Regeln herrschen“, führt der seit 2008 tätige Buschkow gegenüber SPORT1 aus. „Der Athlet muss ein Zeichen geben, bevor die Rettungsschwimmer eingreifen, ansonsten verursachen sie eine Disqualifikation.“
Natalie Charlos war aber „schlicht nicht mehr in der Lage, ein Zeichen zu geben. Natalie konnte nicht mehr, wir als Aktive haben das gemerkt. Aber die Rettungsschwimmer haben den Ernst der Lage anscheinend nicht gleich verstanden.“