Um zwei Hundertstelsekunden hat Marius Kusch die zweite Medaille für die deutschen Schwimmer bei der Kurzbahn-WM im chinesischen Hangzhou verpasst.

Der Essener schlug im Finale über 50 m Schmetterling in 22,40 Sekunden als Vierter an. Gold ging an den brasilianischen Weltrekordler Nicholas Santos vor dem südafrikanischen Titelverteidiger Chad le Clos und Dylan Carter (Trinidad und Tobago).

„Zwei Hundertstel – das ist schon recht ärgerlich“, sagte Kusch, „aber ich freue mich über die Zeit, es war nochmal eine Bestzeit für mich.“ Zuvor hatten ihm 31 Hundertstelsekunden zu Bronze mit der 4×50-m-Lagenstaffel gefehlt. Mit Christian Diener (Potsdam), Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm) und Damian Wierling (Essen) war der 25-Jährige in deutscher Rekordzeit von 1:31,80 Minuten auf den fünften Platz geschwommen.

Die 4×200-m-Freistilstaffel mit Annika Bruhn (Neckarsulm), Marie Pietruschka (Leipzig), Laura Riedemann (Halle/Saale) und Reva Foos (Frankfurt/Main) belegte zum Abschluss des fünften Wettkampftages mit dem sechsten deutschen Rekord der WM (7:46,36) den siebten Platz. Damit bleibt Ex-Weltmeister Marco Koch (Frankfurt/Main) mit Bronze über 200 m Brust vor dem Schlusstag der einzige deutsche Medaillengewinner in Hangzhou.

Ebenfalls mit deutschem Rekord zog Schwingenschlögl als Zweiter in den Endlauf über 50 m Brust am Sonntag ein. In 25,87 Sekunden verbesserte der 27-Jährige seine eigene Bestmarke aus dem Vorjahr um zwölf Hundertstel. Im Halbfinale Schluss war dagegen für Aliena Schmidtke (Magdeburg) als Zwölfte über 100 m Schmetterling.