Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock ist mit einem Erfolg in die Weltcup-Saison im Freiwasser gestartet. Beim ersten Stopp in Soma Bay/Ägypten schwamm der 28-Jährige am Freitag in 1:50:59,50 Stunden über zehn Kilometer auf Platz eins und verwies den Olympiadritten David Betlehem (1:51:04,10) aus Ungarn und den Italiener Domenico Acerenza (1:51:05,60) auf die Ränge zwei und drei.
„Das war mein dritter Start in Ägypten und zugleich mein dritter Sieg. Ich bin total happy“, sagte Wellbrock, der damit nach seinem historischen WM-Triumph im vergangenen Jahr einen Auftakt nach Maß hinlegte. In Singapur hatte der Magdeburger alle vier Titel der Freiwasser-Wettbewerbe gewonnen.
Auch in Ägypten ließ sich Wellbrock den Sieg nicht nehmen und sicherte sich zudem auch die mit 1000 US-Dollar dotierte Sprintwertung. „Vor dem Rennen habe ich meinen Trainer nach der Strategie gefragt. Er meinte nur, hol dir die erste Runde und das Geld“, berichtete Wellbrock. Hinter dem Magdeburger kam der Olympiazweite Oliver Klemet (Frankfurt/1:51:27,90 Stunden) als 23. ins Ziel, Moritz Bockes (München/1:53:25,80) wurde 32.
Bei den Frauen war Lea Boy (Würzburg) in 1:59:23,30 Stunden beim Sieg der Weltmeisterin Moesha Johnson (Australien/1:58:26,10) als Dritte beste Deutsche. Leonie Märtens (Magdeburg/2:02:59,30) erreichte Platz 13, Fabienne Wenske (Heidelberg/2:03:23,30) wurde 18., Staffel-Weltmeisterin Isabel Gose (Magdeburg) hatte wegen gesundheitlicher Probleme auf die Reise nach Ägypten verzichten müssen.
In Soma Bay geht es dabei auch um die Qualifikation für die EM in Paris (31. Juli bis 16. August). Für die maximal drei Startplätze gibt der DSV eine Platzierung unter den Top-Zwölf Europas vor. Während Bockes bei den Männern und Wenske bei den Frauen die Voraussetzungen nicht erfüllten, sicherten sich Boy und Märtens die Qualifikation. Als Weltmeister und WM-Vierter haben Wellbrock und Klemet ihre Tickets bereits sicher.
Wellbrock will in diesem Jahr auch aufgrund des entzerrten Terminkalenders bei allen Weltcup-Stationen an den Start gehen. Dies habe „auch monetäre Ursachen“, wie er im Vorfeld im Verbandsinterview erklärt hatte, „denn über die marginalen Preisgelder bei einer Europameisterschaft“ bekämen sich die Sportler „nicht richtig refinanziert“.
Die nächsten Rennen werden am 24. und 25. April im spanischen Ibiza ausgetragen. Ein Einzelsieg ist dabei mit 3500 US-Dollar dotiert, für den Gesamtweltcup-Triumph winkt ein Preisgeld von 50.000 US-Dollar.