Zwei Jahre Planung, mehr als 85.000 Arbeitsstunden – und ein großes Ziel: Deutschlands Segel-Star Boris Herrmann (45) hat am Montag seine neue Rennyacht präsentiert. Die „Malizia 4“ lief um 7.48 Uhr im französischen Lorient vom Stapel und soll Herrmann bei dessen dritter Vendée Globe zum Sieg tragen.

„Heute ist ein sehr emotionaler Tag für uns alle“, sagte Herrmann: „Monatelang haben wir verfolgt, wie Malizia 4 von ersten Zeichnungen Stück für Stück Realität wurde. Sie nun endlich im Wasser zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin unglaublich stolz auf das Team und auf das, was wir erreicht haben. Es macht mich einfach glücklich, sie jetzt so zu sehen.“

Das neue Boot zeichnet sich vor allem durch einen schmaleren, flacheren Rumpf aus. Das Ziel der Konstrukteure: Sowohl bei starkem Wind als auch unter leichteren Bedingungen schnell zu sein. Technische Neuerungen wie optimierte Foils, ein vollständig geschlossenes Cockpit, Steuerräder statt Pinne sowie moderne Sensor- und KI-Systeme sollen die Leistung und Sicherheit verbessern.

„Ich freue mich riesig auf die ersten Eindrücke beim Segeln“, sagte Herrmann über die Yacht, mit der er beim Ocean Race (2027) den Sieg anstrebt. Auch bei der legendären Solo-Regatta Vendée Globe (2028/29) will er wieder vorne mitmischen.