Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerúndolo und Martin Landaluce haben sich bei den French Open mit einem Marathon-Match in die Geschichtsbücher gespielt. Im Drittrunden-Duell der ungesetzten Spieler fiel die Entscheidung erst nach 5:58 Stunden, es war die drittlängste Partie der Turnierhistorie – mit dem besseren Ende für Cerúndolo. Der Argentinier, der zuvor den Weltranglistenersten Sinner ausgeschaltet hatte, setzte sich mit 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:4), 6:7 (6:7), 7:6 (10:8) durch.
Den Rekord hält weiter das Erstrundenspiel zwischen den Franzosen Fabrice Santoro und Arnaud Clément aus dem Jahr 2004, das Santoro nach 6:33 Stunden für sich entschied. Auf Rang zwei liegt der Sieg des Italieners Lorenzo Giustino gegen Corentin Moutet aus Frankreich nach 6:05 Stunden. Das mit Abstand längste Duell der Tennis-Geschichte wurde 2010 in Wimbledon gespielt: Der Amerikaner John Isner gewann das legendäre Match gegen den Franzosen Nicolas Mahut, das sich über drei Tage zog, nach 11:05 Stunden.
Nach der Einführung des Match-Tiebreaks bei Grand Slams im Jahr 2022 werden echte Marathon-Partien immer seltener. Im vergangenen Jahr hatten sich Carlos Alcaraz und Sinner im längsten Finale in Roland Garros fünf Stunden und 29 Minuten bekämpft.
Cerúndolo steht damit im Achtelfinale. Der 24-Jährige trifft nun auf Matteo Berrettini. Der Italiener entschied ebenso ein Marathon-Match über fünf Sätze für sich: Sein Sieg gegen Cerúndolos Landsmann Francisco Comesana stand erst nach 5:13 Stunden fest.