Bei der ATP wissen sie jetzt auch, wie Alexander Zverev aussieht.
Nachdem er am Donnerstag vergangener Woche beim Turnier in Hamburg das Viertelfinale erreicht hatte, bestückte die Spielervereinigung das bis dato recht dürftig gestaltete Profil des jungen Überfliegers auf ihrer Homepage endlich auch mit einem Foto.
Zverev sind solche Kleinigkeiten egal. „Ich will nur gut Tennis spielen“, sagt er.
Das hat beim ATP-Turnier in Hamburg bis ins Halbfinale ganz gut geklappt, dann zeigte ihm der Spanier David Ferrer beim 6:0, 6:1 in nur 55 Minuten überdeutlich seine Grenzen auf (Bericht).
Die sich nach Meinung aller Experten aber schon sehr bald sehr deutlich verschieben werden. Auch darauf gibt Zverev nicht viel.
„Wo ich mich selbst sehe? Auf Platz 160 der Welt, denn da werde ich am Montag stehen“, sagt er: „Alles weitere wird sich ergeben.“
Zverev bleibt trotz aller Lobhudelei mit beiden Beinen auf dem Boden. Seine eigenen Erwartungen sind nach dem Turniersieg in Braunschweig und dem Halbfinale in Hamburg jedenfalls nicht durch die Decke geschossen.
„Ich habe zuletzt ganz gut gespielt und hoffe, dass es so weitergeht. Aber das ist kein Selbstläufer“, sagt er.
Aber ob er sich dann vielleicht doch zur Belohnung von den knapp 60.000 Euro Preisgeld in Hamburg einen Wunsch erfüllt? „Nö. Ich hab‘ alles, ich brauche nix.“ Das würden vermutlich nicht viele 17-Jährige so formulieren.