Novak Djokovic hat in Athen triumphiert und sich so zum ältesten Turniersieger in der Geschichte der ATP-Tour gekürt. In einem hochklassigen Finale gewann der 38-Jährige gegen den Italiener Lorenzo Musetti 2:6, 6:3, 7:5.

Mit 38 Jahren und fünf Monaten löste der Serbe den Franzosen Gaël Monfils ab, der bei seinem Sieg in diesem Jahr in Auckland einen Monat jünger war.

Novak Djokovic nimmt nicht an den ATP-Finals teil
Novak Djokovic nimmt nicht an den ATP-Finals teilNovak Djokovic nimmt nicht an den ATP-Finals teil

Nach dem Turnier meldete sich Djokovic in seiner Instagram-Story und sagte für die ATP-Finals, die bereits am Sonntag beginnen, ab!

„Ich habe mich sehr darauf gefreut, in Turin anzutreten und mein Bestes zu geben, aber nach dem heutigen Finale in Athen muss ich leider mitteilen, dass ich mich aufgrund einer anhaltenden Verletzung zurückziehen muss“, schrieb Djokovic.

Djokovic: „Es tut mir wirklich leid“

Viele Experten hatten bereits darüber spekuliert, dass Djokovic für die Finals in Turin absagt. „Es tut mir wirklich leid für die Fans, die gehofft hatten, mich spielen zu sehen – eure Unterstützung bedeutet mir sehr viel“, fuhr Djokovic fort.

Kurios: Durch Djokovics Absage rückt ausgerechnet der im Finale unterlegene Musetti nach.

„Ich wünsche allen Spielern ein fantastisches Turnier und kann es kaum erwarten, bald wieder mit euch allen auf dem Platz zu stehe“, schrieb der Serbe noch.

Ausgerechnet Musetti profitiert

Djokovic, der in seiner Wahlheimat Athen den 101. Titel seiner Karriere feierte, wurde von Musetti zunächst vor allem bei dessen Aufschlag gefordert.

Im ersten Satz machte ein Break des Italieners zum 2:1 letztlich den Unterschied. Der 23-Jährige ließ sich von den griechischen Fans, die es mit dem Lokalmatador Djokovic hielten, nicht beirren.

Im zweiten Satz stemmte sich der Grand-Slam-Rekordchampion gegen die drohende Niederlage: Mit einigen spektakulären Rettungsaktionen sorgte der „Djoker“ mehrfach für Szenenapplaus und holte sich schließlich das entscheidende Break zum 5:3 mit einer cleveren Abwehr am Netz.

Auch im dritten Satz gelang der Serbe auf Siegkurs nach zwischenzeitlichem Break zum 2:1 und 4:3. Doch Musetti hielt dagegen und glich zum 5:5 aus. Nach fast drei Stunden verwandelte Djokovic seinen ersten Matchball.

Musetti hätte eigentlich einen Final-Sieg benötigt, um sich noch für die ATP-Finals zu qualifizieren. Durch die Absage von Djokovic rückt der Italiener allerdings nach und hat doch noch Grund zur Freude.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)