Simona Halep spielte quasi Sandplatz-Tennis und stürmte damit ins Endspiel auf dem heiligen Rasen: Die Rumänin setzte sich in einem von langen Grundlinienduellen geprägten ersten Wimbledon-Halbfinale am Donnerstag gegen Jelena Switolina aus der Ukraine 6:1, 6:3 durch. Am Samstag spielt sie nun um ihren zweiten Major-Titel nach dem French-Open-Sieg 2018.
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„Das ist ein großartiges Gefühl. Es ist einer der schönsten Momente meines Lebens“, sagte Halep: „Es war nicht so einfach, wie das Ergebnis vermuten lässt. Ich musste in jedem Ballwechsel lange kämpfen. Aber ich denke, ich habe die richtige Taktik gewählt.“
Williams gegen Strycova im zweiten Halbfinale
Für Halep ist es die fünfte Endspiel-Teilnahme bei einem der vier Grand-Slam-Turniere und die erste in Wimbledon. Dort hatte sie bei ihrem besten Abschneiden 2014 im Halbfinale gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard verloren. Haleps Gegnerin ermitteln am Nachmittag Serena Williams (USA/Nr. 11) und Barbora Strycova (Tschechien).
Die Partie zwischen Halep und Switolina war von Beginn an geprägt von überwiegend langen Ballwechseln. Den ersten Satz gewann Halep praktisch ohne einen echten Netzangriff. Doch auch so diktierte sie zumeist das Geschehen, Switolina versuchte aus der Defensive heraus zu kontern.
Halep zieht Spiel gnadenlos durch
Halep gelang es, die Punkte mit viel Geduld aufzubauen und nach ausreichender Zeit mit einem krachenden Winner zu beenden. Damit hielt sie ihre Konkurrentin, für die es die erste Halbfinal-Teilnahme auf Grand-Slam-Ebene war, konsequent in Schach. Ihr monotones, aber auch gnadenlos effektives Spiel sicherte ihr nach 44 Minuten den ersten Durchgang.
Im zweiten Satz gestaltete Switolina die Partie jedoch offener und ging beim Stand von 2:1 erstmals in Führung. Dennoch, Halep blieb unter dem Strich die bessere Spielerin. Nach nur 30 weiteren Minuten beendete sie das letztlich eher einseitige Match, bekreuzigte sich und blickte mit ausgebreiteten Armen Richtung Himmel.