Kraftvoll wie zu besten Zeiten, überraschend flink auf den Beinen und mit dem unerschütterlichen Willen einer 23-maligen Grand-Slam-Siegerin: Serena Williams sorgt bei den US Open weiter für Erstaunen.

Die 40 Jahre alte US-Amerikanerin ist bei ihrem wohl letzten großen Turnier in die dritte Runde eingezogen. (Die US-Open im Liveticker bei SPORT1)

Williams setzte sich im tosenden Arthur-Ashe-Stadion von New York mit einem beeindruckenden Auftritt 7:6 (7:4), 2:6, 6:2 gegen die vom deutschen Trainer Torben Beltz gecoachte Weltranglistenzweite Anett Kontaveit aus Estland durch und darf weiter träumen. (im Liveticker bei SPORT1).

Serena Williams: „Habe noch bisschen was in mir“

„Ich bin eine ziemlich gute Spielerin. Ich bin einfach Serena“, sagte Williams nach dem Match auf die Frage, ob sie von ihrem Level selbst überrascht sei: „Ich muss nichts mehr beweisen und habe absolut nichts zu verlieren.“

So viel Spaß habe sie schon lange nicht mehr auf dem Platz gehabt: „Ich liebe dieses Publikum und habe noch ein bisschen was in mir.“

Darum hat sie es auch noch nicht so eilig, mit einer Niederlage ihr Karriereende zu besiegeln. „Das ist kein Sprint hier“, scherzte die 40-Jährige.

Tiger Woods bei Rekord-Jagd im Publikum

Es war ihr 75. Sieg in 77 Zweitrundenspielen bei Majorturnieren. Und ihre Fans, zu denen am Mittwoch in der Arena unter anderem auch Golf-Star Tiger Woods zählte, hoffen auf mehr. Williams‘ nächste Gegnerin ist die Australierin Alja Tomljanovic. (SERVICE: WTA-Weltrangliste)

Eine klare Aussage in Bezug auf den Endpunkt ihrer Laufbahn hatte Williams nach ihrem gefeierten Auftaktsieg am Montag vermieden. „Ich habe mich ziemlich vage ausgedrückt, oder?“, sagte die sechsmalige US-Open-Siegerin, die Anfang August im Magazin Vogue angekündigt hatte, dass der „Countdown“ für ihr Karriereende laufe. (NEWS: Alles zur WTA)

Vieles deutet darauf hin, dass die Ausnahmespielerin, der nur ein Grand-Slam-Erfolg zum Rekord von Margaret Court (24 Titel) fehlt, nach dem Turnier ihren Schläger beiseite legt. Auch im Doppel tritt sie ab Donnerstag noch mit ihrer älteren Schwester Venus (42) an.