Elina Svitolina hat am Dienstag mit ihrem Sieg über die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek für eine umjubelte Überraschung in Wimbledon gesorgt – und für einen wunderlichen Moment bei der Pressekonferenz im Anschluss.

Swiatek zeigte sich bei der PK irritiert über die Frage eines englischen Reporters, in der es darum ging, ob die Sympathiebekundungen der Fans für Svitolina die Polin aus dem Konzept gebracht hätten.

„Ich glaube, sie ist jetzt am ehesten so etwas wie die britische Spielerin, nun da keine britischen Spielerinnen mehr dabei sind“, sagte der Journalist dabei – und stieß bei Swiatek auf Verwunderung.

Swiatek: „Ich glaube, sie ist ganz Ukrainerin“

„Ich weiß gerade nicht wirklich, was Sie meinen – ich glaube, sie ist ganz Ukrainerin, besonders wenn man bedenkt, was gerade passiert“, gab Swiatek zurück und ließ damit durchblicken, dass sie den Satz vor dem Hintergrund des russisch-ukrainischen Kriegs unangebracht fand.

Auf die konkrete Frage antwortete die 22-Jährige: „Ich habe die Lautstärke der Menschen im Publikum nicht wirklich bemessen und für wen sie gejubelt haben. Ich fand es eher ausgeglichen, von daher: Es ist mir eigentlich egal (I don‘t really care).“

Der Ausschnitt der PK verbreitete sich am Tag nach dem Match in den sozialen Medien und brachte dem Journalisten viel Kritik ein. Tenor: Es sei ein deplatzierter und peinlicher Versuch, die Ukrainerin Svitolina für England zu vereinnahmen. Zum Teil wird der Reporter, der bei seiner Frage mehrfach ins Stocken kam, aber auch verteidigt: Er hätte sich womöglich einfach unglücklich ausgedrückt und damit mehr ausgelöst als beabsichtigt.

Svitolina trifft heute im Halbfinale auf die Tschechin Marketa Vondrousova (ab 14.30 Uhr im LIVETICKER bei SPORT1).