Nächstes Kapitel im eskalierten Streit: Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat Dimitrij Ovtcharov und Borussia Düsseldorfs Manager Andreas Preuß nach persönlichen öffentlichen Angriffen zu einem Friedensgipfel geladen, aber auch Kritik an dem deutschen Topspieler geübt.
„Dimitrij ist seit vielen Jahren ein wichtiges Mitglied der Tischtennis-Familie. Er kann und soll Meinungen haben, aber er hat einen Fehler gemacht“, sagte DTTB-Präsidentin Claudia Herweg dem SID: „Am Montagabend treffen wir uns in Düsseldorf, dann klären wir das vernünftig.“
Der erfolgreiche Manager ist zugleich Aufsichtsratsmitglied der Liga.
„Die Kritik an Andreas Preuß ist ungerecht, er hat sich mit der hervorragenden Führung von Borussia Düsseldorf großen Respekt erarbeitet. Den Respekt hat er sich verdient, das hat er nicht geschenkt bekommen“, sagte Herweg: „Das geht nicht, dass man seinen Ruf weiter schädigt. Er hat Einfluss genug, deshalb verstehe ich diesen Verweis auf das Aufsichtsratsamt nicht. Ich kann nicht sehen, dass er da etwas negativ gelenkt hat.“
Generell seien „sportbegeisterte Menschen und Investoren“ im Tischtennis herzlich willkommen. „Miteinander bedeutet aber, dass Win-Win-Situationen entstehen. Dass die TTBL sich dagegen wehrt, dass hier jemand kommt und primär Champions League und Pokal spielen will, das kann ich verstehen.“
Der TTC Neu-Ulm hatte 2022 vier Weltklassespieler auf einen Schlag verpflichtet, darunter Ovtcharov. Klares Ziel ist der Sieg in der Champions League, in der Liga kommen die Stars hingegen kaum oder gar nicht zum Einsatz. (Tischtennis-Zoff droht zu eskalieren)
In einem Streit um Sperren wegen Einsätzen für andere Vereine im Ausland hatte der TTC unlängst seinen Rückzug angekündigt, will freiwillig absteigen.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)