Uli Hoeneß lässt einmal mehr aufhorchen!

Der Ehrenpräsident war am Pfingstmontag zu Gast beim Abschiedsspiel von Kommentator-Legende Werner Hansch – und sorgte mit einer Transferansage für Aufsehen.

„Ich glaube, es wird sehr intensiv an der neuen Mannschaft gebastelt, und wenn das alles kommt, was sie mir die Woche vorgestellt haben, dann sehe ich eine gute Chance, dass wir nächstes Jahr eine attraktive Mannschaft haben – mit Robert Lewandowski“, sagte Hoeneß bei SPORT1. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Hoeneß-Ansage erinnert an 2019

Die Nachricht ist klar: Der Rekordmeister hat in Sachen Neuzugänge noch einiges vor. Die Aussagen des Ehrenpräsidenten erinnerten stark an den Februar 2019, als er im Doppelpass auf SPORT1 den schon legendären Satz sagte: „Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison …“

Doch wen meint Hoeneß diesmal? Sicher ist: Mit Niklas Süle verlässt ein Leistungsträger den Verein ablösefrei in Richtung Borussia Dortmund, auch Corentin Tolisso ist zur kommenden Saison nicht mehr Teil des Teams von Julian Nagelsmann.

Dem gegenüber steht bislang ein Neuzugang: Noussair Mazraoui kommt ablösefrei von Ajax Amsterdam, ist für die rechte Defensivseite vorgesehen.

Dabei soll und wird es Hoeneß zufolge allerdings nicht bleiben. Vor allem zwei Namen sind aktuell heiß. Der erste: Ryan Gravenberch. Schon vor einiger Zeit hatte SPORT1 berichtet, dass die Münchner kurz vor einer Einigung mit Ajax über einen Transfer des Niederländers stehen. (NEWS: Alle News und Gerüchte vom Transfermarkt)

Der Transfer-Poker zwischen dem FC Bayern und dem FC Liverpool um Sadio Mané läuft! Nach SPORT1-Informationen sind erste Verhandlungen im Gange– allerdings offenbar noch ohne Erfolg.

Der Transfer-Poker zwischen dem FC Bayern und dem FC Liverpool um Sadio Mané läuft! Nach SPORT1-Informationen sind erste Verhandlungen im Gange– allerdings offenbar noch ohne Erfolg.

Die Ablöse soll zwischen 20 und 25 Millionen Euro liegen, kann durch etwaige Bonuszahlungen aber noch auf bis zu 30 Millionen Euro ansteigen. Gravenberch, Stand jetzt noch bis 2023 an Ajax gebunden, wird bei den Bayern bis 2027 unterschreiben.

Mané als Königstransfer?

In der vergangenen Woche soll der 20-Jährige bereits den Medizincheck absolviert haben, dennoch wurde bisher kein Vollzug gemeldet. Gravenberch wird für die Mittelfeldzentrale geholt, ist ein Box-to-Box-Spieler. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Der andere gehandelte Name könnte der Königstransfer des Sommers werden: Sadio Mané. Die Münchner bemühen sich intensiv um die Dienste des Flügelstürmers vom FC Liverpool. Ein erstes Angebot über rund 29 Millionen Euro wurde nach SPORT1-Informationen von den Reds abgelehnt.

Allerdings rechnen alle Parteien mit einer baldigen Einigung. Die Münchner wollen ein verbessertes Angebot machen, es wird aktuell eine fixe Ablöse von 35 Millionen zuzüglich weiterer fünf Millionen an Boni diskutiert.

Sollte Mané am Ende wirklich in München landen, wäre Sportvorstand Hasan Salihamidzic ein echter Coup gelungen. Der 30 Jahre alte Senegalese verkörpert das Prädikat Weltklasse, kann in der Offensive alle drei Positionen bekleiden. Bei den Reds wird Mané des Öfteren auch in der Sturmzentrale eingesetzt.

Hoeneß hofft auf Lewandowski-Verbleib

Der Liverpool-Star würde in München in die Riege der Spitzenverdiener aufsteigen und künftig um die 20 Millionen Euro verdienen. In diesem Bereich bewegt sich auch das Gehalt von Lewandowski.

Der Pole will weg, das hat er bereits mehrfach bekräftigt. Am Montag goss er neues Öl ins Feuer: „Ich will den FC Bayern nur noch verlassen. Loyalität und Respekt sind wichtiger als Arbeit“, sagte der 33-Jährige im Podcast von OnetSport.

Robert Lewandowski möchte den FC Bayern noch in diesem Sommer in Richtung Barcelona verlassen.  Lothar Matthäus hat sich jetzt über einen möglichen Lewandowski-Nachfolger geäußert.

Robert Lewandowski möchte den FC Bayern noch in diesem Sommer in Richtung Barcelona verlassen. Lothar Matthäus hat sich jetzt über einen möglichen Lewandowski-Nachfolger geäußert.

Der beste Weg sei es, „eine gemeinsame Lösung zu finden“, betonte Lewandowski und bekräftigte: „Etwas ist in mir gestorben, ich will den FC Bayern verlassen für mehr Emotionen in meinem Leben.“

Doch die Münchner wollen den Weltfußballer weiter nicht vor Vertragsende ziehen lassen. Das lässt sich auch aus der Hoeneß-Aussage herauslesen, der Lewandowski als Teil der „attraktiven Mannschaft“ der kommenden Saison sieht.

Kommt Kalajdzic, wenn Lewandowski geht?

Und sonst? Weitere Neuzugänge dürften auch davon abhängen, ob Lewandowski seinen Willen erfüllt bekommt und im Sommer den Verein verlässt. Nach SPORT1-Informationen beschäftigen sich die Münchner mit Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart als Option im Sturmzentrum.

Gravenberch und Mané, dazu ein Verbleib von Lewandowski. Ist das die „attraktive Mannschaft“, von der Hoeneß spricht? Oder weiß der langjährige Macher des Rekordmeisters mehr? Kommt noch ein Hochkaräter?

Übrigens: Nach der Transferansage im Februar 2019 ließen die Münchner den großen Worten nur bedingt Taten folgen. Zwar wurde mit Lucas Hernández für 80 Millionen Euro der Rekordtransfer der Bundesliga getätigt, der Wechsel rund einen Monat nach der Hoeneß-Aussage war allerdings schon länger ein offenes Geheimnis gewesen. Auch der 35-Millionen-Euro-Wechsel von Benjamin Pavard stand schon fest.

Weitere Mega-Transfers blieben aus. Der Wechsel von Leroy Sané nach München zerschlug sich auch aufgrund eines Kreuzbandrisses, in der Not tüteten die Münchner kurz vor Ablauf der Sommertransferperiode die Leihen von Ivan Perisic und Philippe Coutinho ein.

Immerhin: Die Not-Transfers waren mitverantwortlich dafür, dass die Bayern ein Jahr später das Triple unter Hansi Flick gewannen.

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Maximilian Schwoch, Jahrgang 1989, geboren in Haan, aufgewachsen in Hamburg. Studierte Sportjournalismus in Hamburg. Nach seinem Studium mit Praktika, unter anderem bei Transfermarkt.de. Absolvierte von...