Mehr als 100 Millionen Euro – so viel Geld muss der FC Bayern bezahlen, wenn er Harry Kane von den Tottenham Hotspur verpflichten will. Der Poker um den englischen Nationalstürmer hat inzwischen finanzielle Dimensionen erreicht, die beim deutschen Rekordmeister noch vor ein paar Jahren undenkbar waren.
Für viele Fußballfans ein Grund, sich dem Sport mehr und mehr abzuwenden – behauptet zumindest Katrin Müller-Hohenstein. „Ich kenne viele, die einmal wirklich glühende Fußballfans waren und die sagen heute: ‚Tut mir leid, aber da bin ich raus‘“, sagte die Sportjournalistin dem Radiosender Antenne Bayern. „Das Geld macht da schon viel kaputt, finde ich“, ergänzte die 58-Jährige.
Auch sie persönlich habe langsam genug vom „absurden“ Transfertheater um Kane. „Da wird eine Story irgendwie künstlich am Leben gehalten und hochgejazzt. Das geht mir wahnsinnig auf die Nerven. Ich glaube, den Bayern übrigens auch“, betonte „KMH“.
Absurder Kane-Poker? „Auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr 80!“
Die Frage, für wie absurd die ZDF-Moderatorin die Zahlen, die aktuell als Ablösesumme für den englischen Nationalmannschaftskapitän gehandelt werden, hält, beantwortete sie wie folgt: „Auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr 80!“
Zwar gebe der Transfermarkt derartige Summen her, aber: „Ich sage dann immer, dann ist mit dem Markt irgendetwas falsch.“ Womöglich spricht Müller-Hohenstein damit vielen Fußballanhängern aus der Seele.