Weltmeisterin Lisa Tertsch startet am Wochenende im usbekischen Samarkand mit Verspätung in die Mission Titelverteidigung. Die 27-Jährige führt das achtköpfige Aufgebot der Deutschen Triathlon Union (DTU) für den ersten Lauf der WM-Serie an. Der ursprünglich bereits für März in Abu Dhabi angesetzte Auftakt war wegen des Nahost-Krieges kurzfristig abgesagt worden. Für Tertsch ist die Kurzdistanz am Samstag (10.00 Uhr MEZ) das erste internationale Rennen der Saison, ihre Formtests bei einigen regionalen Laufwettbewerben waren allerdings vielversprechend.

In Usbekistan trifft die Darmstädterin auf hochkarätige Konkurrenz, unter anderem sind die Britinnen Beth Potter und Georgia Taylor-Brown sowie Paris-Olympiasiegerin Cassandre Beaugrand aus Frankreich mit am Start. Aus deutscher Sicht hoffen auch Tanja Neubert, Selina Klamt und Laura Lindemann auf Spitzenplatzierungen. Lindemann hatte in der Vorsaison lange pausieren müssen, meldete sich zuletzt mit Rang drei beim Weltcup auf Lanzarote aber eindrucksvoll zurück.

Bei den Männern ruhen am Samstag (12.30 Uhr MEZ) die Hoffnungen vor allem auf Henry Graf, der im Vorjahr in der WM-Wertung auf Rang vier gelandet war. In Abwesenheit der Topathleten Alex Yee oder Hayden Wilde scheint ein Podestplatz in Reichweite. Außerdem starten aus deutscher Sicht Valentin Wernz, Jonas Osterholt und nach langer Verletzungspause auch wieder Tim Hellwig, der 2024 in Paris gemeinsam mit Tertsch, Lindemann sowie Lasse Lührs Olympia-Gold in der Mixed-Staffel geholt hatte.

Tertsch hatte im vergangenen Jahr mit einem starken Finish das Finale der WM-Serie in Australien gewonnen und sich dank dieser Aufholjagd überraschend zur ersten deutschen Triathlon-Weltmeisterin gekrönt. Insgesamt war sie in ihrer furiosen Vorsaison bei acht Starts in der World Championship Series fünfmal auf dem Podest gelandet, gewann dabei in Abu Dhabi und eben im australischen Wollongong.