Die Mixed-Staffel der Deutschen Triathlon Union (DTU) hat bei der Weltmeisterschaft in Hamburg das „Minimalziel“ Medaille verpasst. Die ohne Topläufer Henry Graf angetretene Staffel belegte den fünften Rang. Das DTU-Quartett mit den Olympiasiegern von 2024, Lisa Tertsch und Tim Hellwig, kam am Sonntag mit 1:18 Minuten Rückstand auf Topfavorit Frankreich ins Ziel. Die Franzosen sicherten sich damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

„Durch den Ausfall von Henry ist der fünfte Platz eine realistische Erwartungshaltung – und damit können wir ganz gut leben“, sagte Bundestrainer Torben Hoffmeister dem ZDF. Trotz der erstmals seit 2022 verpassten Medaille sei er „ganz zufrieden“.

Startläuferin Tertsch, die am Samstag noch Zweite im Einzel geworden war, startete ordentlich ins Schwimmen, das die Athleten vom Jungfernstieg aus über 300 Meter bis in die Binnenalster führte. Nach den zwei Mal 3,3 Kilometern Radfahren und den zwei Laufrunden über 800 Meter übergab die 27-Jährige als Führende an Nachrücker Valentin Wernz.

Der 31-Jährige war für Graf eingesprungen, der nach seinem dritten Platz im Einzel am Samstag wegen Achillessehnenproblemen ausfiel, und übergab mit neun Sekunden Rückstand als Vierter an Franka Rust. Die 23-Jährige fiel durch ein enttäuschendes Schwimmen auf Rang fünf zurück. Rust übergab nach dem „härtesten Rennen ihres Lebens“ mit 39 Sekunden Rückstand an Schlussläufer Hellwig, der nicht mehr an die ersten vier herankam, aber auch großen Abstand nach hinten hatte und schließlich den fünften Platz ins Ziel brachte.

Den Sieg machten die Staffeln aus Frankreich und Ungarn unter sich aus. Dorian Coninx setzte sich im Zielsprint vor Csongor Lehmann (+4 Sekunden) durch und gewann die Goldmedaille für Frankreich. Bronze ging an Großbritannien (+13 Sekunden), Vierter wurden die USA (+26 Sekunden).