Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz. Oder doch auf dem Kopf? Nirgendwo stehen Fußballspieler so im Fokus wie bei einer WM – und damit auch ihre Frisuren. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat vor dem Turnierstart den Berliner Promi-Friseur Shan Rahimkhan gebeten, das Haupthaar der deutschen Nationalspieler zu bewerten – das Ergebnis: Nick Woltemade auf die eins!
„Woltemades Shag-Frisur würde ich als neuen deutschen Look bezeichnen“, sagt der Coiffeur, „er ist ja auch ein auffälliger Spieler, und dazu passen diese Haare.“ Der „Short Shag“ des England-Legionärs sei „mega gelungen“.
Rahimkhans „zweiter Favorit“ ist der „Mid Fade Crop“ von Florian Wirtz. Dieser „passt zu seinen Wangenknochen und der spitzen Nase“, sagt er. Außerdem liege Kai Havertz mit seinem „Modern Mullet im Trend“, aber: So etwas „kann nicht jeder tragen“.
Das gilt wohl auch für den Bart von Antonio Rüdiger, den der Fachmann „phantastisch“ findet. Auch der „Taper Fade“ auf dem Kopf von Felix Nmecha sei „sehr gelungen“. Deniz Undav stehe seine Haarpracht gut, sie hätte aber etwas Auflockerung nötig.
Für andere Frisuren gibt es härtere Kritik. Jamie Leweling etwa trage seine Haare zu kurz. Und der „High Fade“ von Nico Schlotterbeck „geht gar nicht“, findet Rahimkhan und ergänzt gnadenlos: „Das Gesicht wirkt lang gezogen.“ Der Dortmunder sollte „etwas längere Haare tragen“.
Spätestens seit der englischen Stil-Ikone David Beckham sei eine Fußballer-Frisur viel mehr als das. Die Spieler wüssten längst, dass sie mit auffälligen Haaren „ihren Marktwert steigern können. Eine Frisur betont ja die eigene Individualität. Leider Gottes mangelt es häufig an Kreativität.“ Aber nicht bei Nick Woltemade.