Die vergangene Woche war für Alexander Ovechkin nicht nur turbulent, sondern „sehr schwierig“, wie der NHL-Superstar selbst erklärt hat.

Wegen des schlechten Gesundheitszustandes seines inzwischen verstorbenen Vaters war der Left Wing der Washington Capitals vorige Woche abrupt in seine russische Heimat abgereist, ohne nähere Gründe anzugeben.

„Das Leben ist manchmal hart. Wenn es um deine Familie und deine Eltern geht, ist das wichtig“, sagte Caps-Trainer Peter Laviolette lediglich: „Wir werden ihn unterstützen. Ich sehe nicht, dass er in naher Zukunft zu uns zurückkehrt.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NHL)

Nach seiner Ankunft am Flughafen ließ Ovechkin aber wenig Zeit verstreichen, stieß umgehend zu seinem Team und stand dann 45 Minuten wieder auf dem Eis. (NEWS: Mega-Meilenstein für Ovechkin)

„Es ist die schwierigste Situation in meiner gesamten NHL-Karriere gewesen. Aber so ist das Leben. Jetzt gilt es weiterzumachen. Ich danke allen für die Unterstützung zu Hause und hier“, sagte ein sichtlich gerührter Ovechkin nach dem ersten Mannschaftstraining.

Ovechkin trauert um verstorbenen Vater: „Er hat mir alles gegeben“

Der Superstar erklärte zudem, dass er in einem Videoanruf mit seinem Vater sprechen durfte, bevor dieser vergangene Woche im Alter von 71 Jahren starb. „Er (Mikhail) hat mir alles gegeben. Wer ihn kannte, wird sein Lächeln und seine Energie vermissen“, so Ovi.

Vor dem Heimspiel gegen die Florida Panthers am vergangenen Donnerstag wurde Ovechkins Vater auch mit einer Schweigeminute geehrt, wofür sich der 37-Jährige nun persönlich bedankte. (NEWS: Alles zur NHL)

Ob der Flügelstürmer beim Heimspiel gegen die Anaheim Ducks am Freitag bereits zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. Seine Bereitschaft hat „The Great Eight“ allerdings schon bekundet.

„Ich habe noch nicht mit dem Trainer gesprochen. Aber ich würde gerne so schnell wie möglich zurückkommen. Zumal wir als Mannschaft gerade schwer zu kämpfen haben. Von daher will ich mein Bestes geben, um dem Team zu helfen“, erklärte der Stanley-Cup-Champion von 2018.

Capitals drohen Playoffs zu verpassen

Denn die Capitals verloren ohne ihren Star-Stürmer vier Spiele, ingesamt sogar fünf in Serie und stehen in der Eastern Conference nur auf dem elften Rang und würden somit die Playoffs verpassen. (DATEN: Tabellen der NHL)

An Ovechkin liegt es aber nicht, denn der 37-Jährige ist mit 32 Treffern erfolgreichster Torschütze und mit 54 Punkten zugleich Top-Scorer seiner Mannschaft in der laufenden NHL-Saison.

„Es war zu spüren, dass er nicht dabei war. Er ist ein zentraler Bestandteil unseres Teams. Seine Präsenz in der Kabine ist spürbar. Mit ihm haben wir eine wichtige Stütze zurück. Wir sind alle sehr froh, dass er wieder da ist“, meinte Coach Laviolette. (NEWS: Ovechkin jagt Gretzky-Rekord)