Philipp Nawrath hat zum Auftakt des Weltcups in Otepää endlich wieder für ein Ausrufezeichen der deutschen Biathlon-Männer gesorgt und das Podest erreicht. Der 33-Jährige (+17,8 Sekunden) belegte im Sprint über zehn Kilometer ohne Strafrunde hinter dem ebenfalls fehlerfreien Tagessieger Sturla Holm Lägreid aus Norwegen und Emilien Jacquelin aus Frankreich (0 Strafrunden/+10,7) den dritten Platz. Für die Männer des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es das erst dritte Einzelpodest in diesem Winter.
Hinter Nawrath enttäuschte der Rest der deutschen Mannschaft einmal mehr. Philipp Horn (3/+1:26,4 Minuten), Leonhard Pfund (2/+1:45,4), Justus Strelow (1/+1:55,5), Lucas Fratzscher (2/+2:08,5) und David Zobel (1/+2:24,8) verpassten allesamt einen Platz unter den ersten 20 und haben damit auch für die Verfolgung am Samstag (13.30 Uhr) kaum noch Chancen.
Nawrath hingegen unterliefen in der Vergangenheit immer wieder kleine Flüchtigkeitsfehler, über die er sich „sehr geärgert“ hatte. Diesmal lief beinahe alles nach Plan. „Ich wollte eigentlich etwas defensiver starten, war in der ersten Runde dann trotzdem ziemlich forsch unterwegs – die klassische Philipp-Nawrath-Auftaktrunde“, scherzte der Routinier bei der ARD. Am Ende habe aber alles gepasst: „Es ist sich gut ausgegangen, dass ich zum Schluss noch die Körner hatte, um auch zeitlich dagegenzuhalten.“
Biathlon: Frauen starten ab Freitag in Otepää
Am Freitag geht es in Otepää mit dem Sprint der Frauen weiter (15.15 Uhr). Dabei stehen die deutschen Biathletinnen um Vanessa Voigt unter Druck, in der Nationenwertung droht der Verlust des sechsten Startplatzes.
Am Samstag stehen dann die Jagdrennen der Männer und Frauen (16.00 Uhr) an, zum Abschluss in Estland warten am Sonntag jeweils die Single-Mixed- (12.35 Uhr) und die Mixed-Staffeln (14.40 Uhr).
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)