Nachdem die Athleten um Superstars wie Mikaela Shiffrin, Marco Odermatt oder den deutschen Linus Strasser einen zweiten Brandbrief im Streit mit der FIS verfassten, äußerte sich Präsident Johan Eliasch zu den Vorwürfen.

„Konstruktive Kritik ist immer willkommen, aber sie muss auf Fakten beruhen und begründet sein. Und bis jetzt sind es nur allgemeine Beschwerden. Ich weiß nicht, worüber“, betonte er gegenüber der Schweizer Zeitung Blick.

Eliasch zeigte sein Unverständnis deutlich: „Einige wussten nicht einmal, dass ihre Namen auf diesen Briefen standen. Andere haben nicht wirklich verstanden, was sie unterschrieben haben und was vor sich geht.“

Athleten bleiben frustriert zurück

In dem Schreiben, das von 71 Athletinnen und Athleten aus insgesamt 17 Nationen unterschrieben wurde, forderten die Stars vor allem eins: Mehr Transparenz und Rücksicht. Vor allem wenn es um die Zukunft des Sports geht.

Denn: Diese ist aktuell durchaus ungewiss. Zuletzt hatte die FIS rund um Präsident Eliasch ein Angebot des Finanzunternehmens CVC zur Vermarktung des Sports über 400 Millionen Euro abgelehnt.

Die Athleten bemängelten die Verhaltensweisen des FIS-Boss rund um den Deal. „Was einst eine Verpflichtung des Präsidenten war, die Bedingungen für alle Athleten zu verbessern, hat stattdessen zu einem Szenario geführt, in dem die Athleten frustriert zurückbleiben“, hieß es in einem der Briefe.

Zum Deal mit CVC stellte der 53-Jährige klar: „Wir haben nichts abgelehnt. Aber sie haben eindeutig ihre Hausaufgaben nicht gemacht.“ Er warf dem Private-Equity-Unternehmen mangelnde Vorbereitung und Unkenntnis vor Abschluss des Deals vor. Stoppen wolle der Milliardär die Pläne zur Zentralvermarktung trotz allem nicht.