Ineos-Boss Sir Jim Ratcliff steht kurz vor der Finalisierung eines Deals mit der Glazer-Familie, der ihm 25 Prozent der Anteile an Manchester United sichern würde. Diese Übernahme wird von vielen Fans als positiv angesehen, da sie sich erhoffen, dass der Milliardär den Verein umkrempelt und wieder auf Spur bringt.
Allerdings könnte die Übernahme auch eine drastische Folge für den Premier-League-Klub haben: Im schlimmsten Fall droht sogar das Aus in der Champions League.
Dies könnte der Fall sein, falls sich der OGC Nizza, der ebenfalls von der Ineos-Gruppe geführt wird, für die Champions-League qualifiziert. Die Begründung dafür ist laut der Sun auf das „Multi-Club-Ownership“ Reglement zurückzuführen.
Dieses besagt, dass ein Besitzer nicht zwei Teams in der Champions-League haben darf. In dieser Situation würde das Team, das in der jeweiligen Tabelle besser dasteht den Zuschlag erhalten, während das andere Team aus Europa ausgeschlossen wird.
„So wie die Regeln stehen, ist die Situation klar. Ineos ist Eigentümer von Nizza und wird eine bedeutende Rolle bei der Leitung von United haben. Solange die Vorschriften nicht geändert werden oder Ineos eine seiner Beteiligungen verkauft, können nicht beide Vereine an europäischen Wettbewerben teilnehmen“, wird in der Sun eine Quelle der UEFA zitiert.
Bisher wurde die Regel aber nicht durchgesetzt
Allerdings gibt es einige Beispiele, unter anderem auch RB Salzburg und RB Leipzig, bei denen diese Regel nicht angewandt wurde. Die UEFA begründete dies damit, dass die Klubs „entscheidende Änderungen“ durchführten und sich dadurch an die Regeln hielten. Laut dem Verband habe „niemand Kontrolle über mehr als einen Fußballklub.“
Man hätte zum Beispiel Anteile reduziert und sichergestellt, dass die Investoren nur noch bei einem Verein in den Führungsgremien sitzen.
Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass man bei Nizza und Manchester United keine Lösung findet und am Ende tatsächlich eine Mannschaft ausgeschlossen wird.