„Warum mache ich das, warum nicht einfach Curling?“
Diese Worte gingen Olga Fatkulina nach ihrem Lauf über 1000m im Ziel durch den Kopf. Zuvor war sie nach ihrem Zieleinlauf zusammengebrochen und lag halb-bewusstlos auf dem Eis. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)
Als sie sich halbwegs erholt hatte, erklärte sie der russischen Webseite Championat, dass sie sich an die letzten 300 Meter überhaupt nicht mehr erinnern könne. „Es war die Hölle für mich! Ich fühlte mich, als sei ich im Sommer 30 Minuten mit dem Fahrrad bergauf gefahren. Ich erreichte die Ziellinie in einem halb-bewusstlosen Zustand.“
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In diesem Momente stellte sie sich auch die Frage, warum sie sich diese Qual antue, anstatt um einiges entspannter beim Curling auf dem Eis zu sein.
Fatkulina platzt der Kragen wegen Olympia in Peking
Am Ende ihrer Tortur landete die russische Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier auf dem 13. Rang. Gold sicherte sich die Japanerin Miho Takagi in 1:13,19 Minuten – neuer olympischer Rekord. Auf Rang zwei landete die niederländische Eisschnelllauf-Prinzessin Jutta Leerdam. Das Podest komplettierte die Kanadierin Brittany Bowe. (SERVICE: Der Medaillenspiegel)
Hollands Eisschnelllauf-Prinzessin Jutta Leerdam wird in Peking über die 1000 Meter Olympia-Zweite. Danach feiert sie ihre Silbermedaille auf besondere Art und Weise.
Ein Fakt, der für Fatkulina keine Bedeutung hatte, vielmehr platzte ihr ob der aus ihrer Sicht katastrophalen Umstände in Peking der Kragen. Zwar sei die Stimmung in der Halle ok. Aber sonst sei davon nicht viel zu spüren. „Überall muss man Maske tragen, man kann nichts machen, man erkennt niemanden. Das Essen ist nicht sehr gut. Wir kriegen seit 23 Tagen das Gleiche. Die jungen Leute sind traurig, dabei sollte Olympia eine einzige Feier sein.“
Daher hatte sie an ihre olympischen Kolleginnen und Kollegen nur einen Tipp: „Ich habe zu ihnen gesagt, dass sie den frühestmöglichen Flieger aus Peking nehmen sollen – das hier ist wirklich das Letzte!“