Ralf Rangnick, Sportdirektor von RB Leipzig und Red Bull Salzburg, hat die Forderungen von Karl-Heinz Rummenigge, der die Einführung des Financial Fairplay auch in Deutschland forderte, scharfzüngig zurückgewiesen.

„Bevor jemand anfangen muss, sich mit uns zu beschäftigen, hat die FIFA oder die UEFA in vielen anderen Standorten jede Menge zu tun“, sagte der 56-Jährige auf einer Pressekonferenz in Salzburg in Richtung des Vorstandschefs des FC Bayern München.

„Das Thema RB Leipzig, die ganze Diskussion, kann man relativ schnell zu den Akten legen – wenn man Financial Fair Play als Lizenzierung bitte auch in der Bundesliga einführt. Dann ist das Thema von selbst erledigt“, hatte Rummenigge der „Sport Bild“ gesagt (Hier gibt es die komplette News).

Weiterhin verteidigte Rangnick die hohen Transferausgaben des Zweitligisten und die umstrittene Praxis, die Spieler sofort nach Salzburg weiterzuverleihen:

„Das ist eine völlig gängige Praxis im internationalen Fußball. Es sollen sich alle Verantwortlichen, die sich mit uns beschäftigen, anschauen, wie viele Spieler von internationalen Clubs verliehen sind. Es gibt manche davon in England, die wissen wahrscheinlich selber nicht mehr, wie viele sie wohin verliehen haben.“

Die Kritik anderer Vereine am Modell von Red Bull lässt den ehemalige Sportdirektor von 1899 Hoffenheim kalt.

„Wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter. Dass sich regelmäßig Vereinsvertreter aus der Bundesliga zu uns äußern, wundert mich. Ich beschäftige mich nur mit unseren direkten Mitbewerbern“, sagte Rangnick der „Sport Bild“ und merkte an, dass auch viele andere Klubs an einem Sponsor hängen: „Es gibt einige andere Klubs in der ersten und zweiten Liga, die auch über einen starken Partner oder Investor verfügen, doch daran stört sich ? im Vergleich zu uns ? niemand.“

Hier gibt es alles zur 2. Liga