Seit der öffentlichen Enthüllung der Betrugsvorwürfe gegen Julia Simon ist die französische Weltklasse-Biathletin abgetaucht.
Die amtierende Gesamtweltcupsiegerin wird beschuldigt, einen vierstelligen Betrag von der Kreditkarte einer Teamkollegin gestohlen zu haben. Simon hat bisher öffentlich nie auf die Vorwürfe reagiert.
Nun gibt es Neuigkeiten von Simon, wenn auch keine Infos zu den Vorwürfen. Denn Biathlon-Fans erhalten jetzt einen besonderen Einblick in das Privatleben der 26-jährigen Französin. Auf dem YouTube-Kanal „Deux Nuits Avec“ (zu Deutsch: „Zwei Nächte mit“) wurde eine rund 35-minütige Dokumentation über Simon veröffentlicht.
„Julia Simon hat die Biathlonwelt in der vergangenen Saison verblüfft und unter anderem die Kristallkugel gewonnen“, heißt es in der Beschreibung des Videos: „Sie stammt aus einem kleinen Dorf in der Region Beaufortain und hat es geschafft, sich in die Weltspitze ihres Sports zu katapultieren.“
Nach Betrugsvorwürfen: Dokumentation über Julian Simon veröffentlicht
Der Film begleitete die Skijägerin nicht nur beim Training, sondern auch bei einem Rundgang durch ihr Heimatdorf und einem Restaurantbesuch. Dabei verrät Simon ihre tägliche Routine als Athletin und zeigt ihr Privatleben.
Angesichts des laufenden Betrugsverfahrens gegen Simon ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Dokumentation durchaus pikant. Die Biathletin soll im August die Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet gestohlen und damit Einkäufe im Wert von über 1600 Euro getätigt haben.
Bekannt wurden die Vorwürfe durch einen Bericht der L‘Équipe. Der Vorfall habe sich im vergangenen Sommer im Rahmen des Blink-Festivals, einem Rollerski-Event in Norwegen, ereignet. Der Betrug soll deswegen aufgefallen sein, weil die 26 Jahre alte Simon ihren PC und ihre eigene E-Mail-Adresse verwendet hätte.
Ein Treffen, das Anfang Juli vom nationalen Verband organisiert wurde und an dem Simon, Braisaz-Bouchet und ihre Anwälte teilnahmen, soll keine Lösung gebracht haben.
Laut L‘Equipe bereitet sich Simon aktuell individuell auf den kommenden Winter vor. Sie trainiere nicht in der Mannschaft, in der das Unverständnis über das intern seit langem bekannte Thema seit längerem gebrodelt haben soll. Wann und ob sie in den Kreis des französischen Biathlon-Teams zurückkehren wird, ist noch unklar.