Die kolumbianische Fußball-Nationalmannschaft traut sich in der K.o.-Phase der Weltmeisterschaft viel zu. „Es ist schön, dass wir von einigen als Mitfavorit gesehen werden. Aber das musst du auf dem Platz zeigen“, sagte Trainer Nestor Lorenzo vor dem Sechzehntelfinale gegen Ghana: „Unser Team hat gelernt, mit der Rolle und der Verantwortung umzugehen. Aber es ist eine sehr dünne Linie, wer durchkommt und wer nicht. Ich hoffe, dass es in unsere Richtung geht.“
Bislang gewannen die „Cafeteros“ in ihrer Historie erst zwei K.o.-Spiele bei Weltmeisterschaften, zuletzt beim Turnier 2014. Dies soll sich nun ändern, zumal der Gruppensieg vor einer großen Nation wie Portugal enormes Selbstvertrauen gibt. „Wir sind schon gewachsen und wir wollen weiter wachsen“, betonte Lorenzo: „Ich denke, dass wir das Zeug dazu haben, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen und die nächste Runde zu erreichen.“
Die K.o.-Phase habe aber bislang gezeigt, dass alle Spiele bis zum Schluss spannend seien. „Es kann jeder gewinnen. Die Spiele sind alle ganz eng. Es geht nicht nur um die Spielweise, sondern auch um die Effektivität und eine Portion Glück“, führte der 60-Jährige aus. Ghana dürfe man ohnehin nicht unterschätzen. „Viele Spieler spielen in Topklubs in Europa“, so Lorenzo, „sie haben tolle individuelle Fähigkeiten“.