Reichen vier Punkte einem Tabellendritten wirklich sicher zum Einzug in die K.o.-Phase? Und kann am Ende auch nur ein Zähler genügen? Vor dem letzten Spieltag der WM-Gruppenphase stehen zumindest ein paar Fakten fest.
Was reicht sicher zum Weiterkommen?
Aktuell genügen vier Punkte und eine Tordifferenz von +1 sicher, um zu den acht besten Gruppendritten zu gehören. Grund: In den Gruppen D, I, J und L kann der Dritte diesen Wert nicht mehr erreichen. Je mehr Gruppen beendet sind, desto niedriger wird diese „Hürde“ sinken.
Was reicht auf keinen Fall?
Ein Punkt wird einem Dritten sicher nicht zum Weiterkommen genügen. Ecuador etwa weiß daher bereits, dass eine Niederlage gegen Deutschland das Aus bedeuten würde – selbst wenn die Südamerikaner auf Rang drei bleiben. Grund: In mindestens acht Gruppen wird der Dritte auf mindestens zwei Zähler kommen.
Was wird am Ende reichen?
Die Erfahrung früherer Turniere zeigt: Vier Punkte werden sehr wahrscheinlich reichen, unabhängig von der Tordifferenz. Noch steht das allerdings nicht fest, da in elf der zwölf Gruppen der Dritte theoretisch auf vier Punkte kommen kann. Die Schwelle, um zu den acht besten Gruppendritten zu gehören, wird letztlich wohl bei drei Punkten und voraussichtlich +1 oder +2 Toren liegen.
Ist ein „Nichtangriffspakt“ möglich?
Ja. Vor allem in den Gruppen, die als letztes enden. Beispiel: Algerien und Österreich, beide derzeit mit drei Punkten auf dem Konto, wissen vor ihrem Duell in der Nacht auf Sonntag, ob ein Remis beiden Teams reicht. Ausgerechnet jene Teams, mag man da sagen: Schließlich lieferten sich eben Österreich und Deutschland bei der WM 1982 die berühmte „Schande von Gijon“, dem damaligen Nichtangriffspakt fiel Algerien zum Opfer. Ein Opfer würde es auch diesmal geben – nämlich jenen Gruppendritten, der bis dahin noch über dem Strich lag und nach einer möglicherweise tagelangen Warterei doch nach Hause fahren müsste.