Die deutschen Hockey-Frauen haben die Pro League mit einem klaren Sieg beendet. Die Danas gewannen am Sonntag in Berlin 5:1 gegen China und schlossen das Turnier auf Tabellenplatz fünf ab. Die Männer verloren an gleicher Stelle gegen Spanien 2:5, der Welt- und Europameister wurde damit Sechster.

„Es war nicht schlecht, aber ich hatte das Gefühl, wir waren ein wenig langsam und haben versucht, unsere Kräfte zu schonen“, sagte Janneke Schopman, Bundestrainerin der Frauen, in der Halbzeit bei MagentaTV: „Wir müssen einfach rausgehen und so aggressiv wie möglich pressen. Wenn uns die Energie ausgeht, dann geht sie uns eben aus, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht passieren wird.“

Die Bundestrainerin behielt Recht. Nach einer torlosen ersten Hälfte bei über 35 Grad Celsius fanden die deutschen Frauen erst spät ins Spiel, bewiesen aber Durchhaltevermögen. Die Tore von Lilly Stoffelsma (46.), Jette Fleschütz (47.), Sophia Schwabe (57.), Sarah Strauss (58.) und Sonja Zimmermann (60.) fielen alle im letzten Viertel. Der Anschlusstreffer von Jinzhuang Tan (59.) hatte keinerlei Auswirkungen mehr.

Für die DHB-Männer lief es weniger gut. „Wahrscheinlich waren die ersten 27 Minuten die besten in dieser Pro-League-Phase. Und dann hatten wir drei schlechte Minuten“, sagte Bundestrainer André Henning: „Wir verteidigen so, wie wir eigentlich nicht verteidigen wollen. Das bringt die Effizienz von Spanien zum Tragen.“

Nachdem Malte Hellwig in der starken deutschen Anfangsphase den frühen Führungstreffer (8.) erzielt hatte, gelang es Inaky Zaldua (28.) und Pepe Cunill (30.) noch vor der Halbzeit, das Spiel zu drehen. José Basterra (34./42.) und Cunill (57.) erhöhten nach Wiederanpfiff für Spanien, Jakob Brilla verkürzte kurz vor Schluss (58.) zum Endstand.

Die Danas beendeten das Turnier mit sieben Siegen und neun Niederlagen. Auch die Saison der Männer verlief mit einer Bilanz von acht Siegen gegenüber acht Niederlagen nicht wie gewünscht. Die niederländischen Frauen und die belgischen Männer qualifizierten sich hingegen als Turniersieger direkt für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Der Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften in Belgien und den Niederlanden (ab 15. August), steht erst noch bevor.