Nach der öffentlichen Kritik von Remco Evenepoel an seiner Person ist Radstar Florian Lipowitz bemüht, die Wogen zu glätten. „Wir haben gestern im Bus miteinander geredet. Ich glaube, es ist alles geklärt. Die Stimmung ist gut. Ich würde da jetzt nicht so viel Wert darauf legen“, sagte Lipowitz vor dem Start der siebten Etappe der Tour de France der ARD.

Die geteilte Kapitänsrolle der beiden Topfahrer bewertet der Tour-Dritte von 2025 weiter positiv. „Es kann definitiv funktionieren. Es ist noch lang, man muss sturzfrei und gesund durchkommen. Da kann man einfach den Druck von den Fahrern nehmen, und ich bin ganz happy mit der Situation“, sagte Lipowitz. „Wir sind noch am Anfang der Tour.“

Nach der Pyrenäen-Etappe am Donnerstag hatte Evenepoel seinen deutschen Co-Kapitän Lipowitz dafür kritisiert, auf seine Bitte um Unterstützung im Sprint nicht reagiert zu haben: „Ja, ich war wütend, und das zu Recht“, sagte Evenepoel im Ziel.

Am Freitag dann wollte auch der belgische Doppel-Olympiasieger die Situation beruhigen. „Jeder hat seine eigenen Stärken, wir versuchen unser Bestes zu geben und müssen uns dabei bestmöglich unterstützen. Es ist alles gesagt, und jetzt müssen wir wieder nach vorne blicken“, sagte Evenepoel im Vorfeld der Etappe mit Ziel in Bordeaux.