Thomas Müller hat mit der Pokal-Blamage des FC Bayern noch lange nicht abgeschlossen. „Der Stachel sitzt auch am Tag danach noch tief. Wir sind ehrlich gesagt immer noch geschockt“, gestand der Superstar des Rekordmeisters in seinem Newsletter.
Bayern hatte sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken verabschiedet. „Wenn man nach Niederlagen Gründe sucht, kann man immer viele finden. Am Ende war es ein Cocktail an Zutaten, die diese Sensation möglich gemacht haben“, befand Müller.
Der Routinier weiter: „Ein bisschen paradox ist es, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit verlieren, obwohl wir ab der 60. Minute ziemlich genau das Spiel gemacht haben, das wir wollten.“
Müller: „Ein Tag Wunden lecken ist erlaubt“
Ab diesem Zeitpunkt sei man dominant aufgetreten, „mit Zug zum Tor und ohne Torchancen für den Gegner zuzulassen.“ Es sei „nicht gerade clever“ gewesen, die beiden Gegentore kurz vor der Halbzeit und dann am Ende der Nachspielzeit zu kassieren.
Der Frust sei „da und verständlich“, meinte Müller in seinem am Donnerstag erschienen Schreiben an die Fans. Spätestens am Freitag müsse man den Frust aber „wieder abschütteln. Ein Tag Wunden lecken ist erlaubt und auch nötig, um die Tragweite einzufangen. Aber dann muss es weitergehen.“
Ohnehin geht es gleich knackig weiter für seine Bayern: Das Topspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund sei von enormer Bedeutung, meinte der 34-Jährige: „Wir fahren nach Dortmund, um zu gewinnen. Auch wenn wir wissen, dass die Trauben dort tendenziell höher hängen als in anderen Bundesligastadien.“
Müller blickte mit Respekt auf die Bundesliga-Konkurrenten – neben dem BVB punkten derzeit auch Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der VfB Stuttgart sehr konstant. Für Müller durchaus positiv.
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„Mir gibt das ein gutes Gefühl, dass man an der Tabellenspitze nicht herumschleichen kann. Sondern man muss konstant gewinnen, sonst ziehen die Konkurrenten vorbei“, meinte der Dauerbrenner.