Mick Schumacher muss länger als erhofft auf sein erstes Qualifying für die legendären 500 Meilen von Indianapolis warten. Der für Samstag geplante Auftakt der Zeitenjagd wurde wegen Regens zunächst immer weiter nach hinten verschoben und musste letztlich komplett gestrichen werden. Am Sonntag werden alle 33 Startplätze für das Rennen am 24. Mai nun in einer verkürzten Variante ermittelt.
Am Mittag Ortszeit (18.00 Uhr MESZ/Sky) wird auf dem Oval des Indianapolis Motor Speedway zunächst jeder Teilnehmer einen Versuch und dabei die Strecke für sich haben: In jeweils vier Runden geht es um eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, Schumacher wird als 15. Pilot sein Glück versuchen, das ergab das Los. In dieser Runde geht es bereits um die Startplätze 13 bis 33, anschließend finden ein Top-12 (etwa 22.30 Uhr MESZ) und dann ein Top-6-Qualifying statt, in letzterem geht es um die Pole Position.
Für Schumacher ging durch den Regen wertvolle Trainingszeit verloren. Der Deutsche fährt seine erste Saison im IndyCar, das Auto des Teams RLL Honda und auch die Ovalrennen sind neu für ihn. In den Trainings für die Indy 500 kam er nicht über Platz 31 hinaus, auch auf den anderen Strecken dieser Saison wartet er noch auf ein echtes Erfolgserlebnis im Rennen: Mehr als Platz 17 war bislang nicht drin. Auf dem bislang einzigen Ovalkurs des Jahres überraschte Schumacher im März allerdings: Beim zweiten Saisonrennen in Phoenix/Arizona raste er im Qualifying auf Startplatz vier.
Zumindest mit Blick auf die Starterliste wird Schumacher in Indianapolis auf jeden Fall ein Stück Geschichte schreiben. Im 110. Indy 500 ist er der erste deutsche Teilnehmer seit 103 Jahren.