Rekordgewinner Bayern München geht hochmotiviert in sein erstes DFB-Pokalfinale seit sechs Jahren. „Erstmal ist Bayern schon lange nicht mehr in Berlin gewesen. Jetzt sind wir in Berlin dabei und wollen das Ding auch mit nach Hause nehmen“, sagte Sportdirektor Christoph Freund am Montag bei der Übergabe des Pokals im Roten Rathaus in Berlin.
Am 23. Mai (20.00 Uhr/ARD und Sky) treffen die Bayern im Berliner Olympiastadion auf Titelverteidiger VfB Stuttgart, der letzte Pokalsieg datiert aus dem Jahr 2020. Freund geht aber auch mit großem Respekt für Stuttgart in die Partie. „Viel schwieriger kann es eigentlich nicht sein. Der VfB spielt richtig guten Fußball und ist in wichtigen Spielen da“, sagte er.
In seiner österreichischen Heimat hat Freund bereits ein Pokalendspiel erlebt, das deutsche Finale sei jedoch etwas Besonderes, meinte er. „Ich war einmal in Berlin als Zuschauer dabei. Das war Bayern gegen Dortmund. Es ist alles viel größer, es ist eine magische Nacht. Das wird sicher ein ganz spezieller Abend“, sagte Freund.
Gegen Stuttgart gewannen die Bayern in der laufenden Saison den Supercup sowie beide Bundesliga-Spiele. „Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt, aber ich räume uns trotzdem ein paar Chancen ein“, sagte VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth – und fügte an: „Was wir letztes Jahr erlebt haben, wollen wir nochmal erleben.“ Im Vorjahr hatte Stuttgart Arminia Bielefeld im Endspiel mit 4:2 besiegt.
Der deutsche Rekordmeister ist da ein ganz anderes Kaliber. „Bayern ist einfach die stärkste Mannschaft in Deutschland und eine der besten Mannschaften der Welt, das wissen wir. Und so werden wir das Spiel auch angehen“, sagte VfB-Kapitän Atakan Karazor: „Wir fühlen uns als Außenseiter. Aber wir wollen die Bayern ärgern – und wir haben sie schon mal geschlagen.“