Frederik Ruppert hat beim Diamond-League-Meeting in Marokkos Hauptstadt Rabat europäische Leichtathletik-Geschichte geschrieben. Der 29-Jährige von der LAV Stadtwerke Tübingen pulverisierte seine persönliche Bestzeit über 3000 m Hindernis um fast vier Sekunden und verbesserte den Europarekord auf 7:57,80 Minuten. Als erster Europäer blieb er auf dieser Strecke unter der Acht-Minuten-Schallmauer.
„Nach den ersten 600 Metern glaubte ich nicht daran, weil ich mich ziemlich eingerostet fühlte, aber dann lief es einfach weiter, es war wieder ein Beschleunigungsrennen“, sagte Ruppert: „Nach meinen 8:01 Minuten im letzten Jahr war der Europarekord definitiv mein Ziel.“ Es sei „ein unglaubliches Gefühl, dass es geklappt hat. Es ist unglaublich, als erster Europäer die 8-Minuten-Marke geknackt zu haben. Ich habe den ganzen Winter mit diesem einen Ziel vor Augen trainiert und keinen einzigen Trainingstag ausgelassen.“
Doch er will in diesem Jahr auch andere Strecken ausprobieren, die 10.000 m lief Ruppert zuletzt beim Meeting im kalifornischen San Juan Capistrano, auch Starts über 1500 und 5000 m kündigte er an.
Ruppert musste sich nur Doppel-Olympiasieger Soufiane El Bakkali aus Marokko geschlagen geben, der eine neue Weltjahresbestzeit (7:57,25) aufstellte. Durch seine Fabelleistung zählt Ruppert, WM-Zwölfter von Tokio 2025, für die EM in Birmingham (10. bis 16. August) automatisch zum engsten Favoritenkreis. „Ich freue mich riesig auf die Europameisterschaften, alles andere ist ein Bonus“, erklärte Ruppert.