Nach dem Schock über das WM-Aus der Squadra Azzurra ist in Italien eine hitzige Debatte über die Neu-Organisation des Fußballs entbrannt.

Zielscheibe der Kritik ist Verbandspräsident Carlo Tavecchio, der sich bislang weigert, seinen Stuhl zu räumen. Im Gegenteil: Der 74-Jährige will von einer möglichen Schuld nichts hören und verweist lieber auf den gescheiterten Nationaltrainer Gian Piero Ventura.

„Die Niederlage gegen Schweden hat er zu verantworten“, berichtet Tavecchio unter Tränen in der Sendung Le Iene des TV-Senders Italia 1. „Er hat eine falsche Aufstellung gegen Schweden gewählt.“

Er habe Ventura zwar selbst ausgesucht, doch für die falsche Taktik Venturas könne er nichts.

Seit dem Ausscheiden der Italiener am vergangenen Montag sei sein Gemütszustand alles andere als heiter. „Ich kann seit vier Tagen nicht mehr schlafen“, so Tavecchio.