Jackson Irvine strahlte. Voller Stolz ließ der australische Führungsspieler seinen Blick durch das Stadion in Santa Clara schweifen, während die mitgereisten Fans auf den Rängen die nächste wilde WM-Party feierten. „Unglaublich“, entfuhr es Irvine. Schon wieder steht Australien in der K.o.-Phase einer WM – doch dabei soll es diesmal nicht bleiben.
„Jetzt“, forderte Irvine nach dem 0:0 gegen Paraguay, das den Australiern den zweiten Platz in der Gruppe D gesichert hatte, „müssen wir etwas schaffen, was kein australisches Team je geschafft hat: ein K.o.-Spiel bei einer WM gewinnen.“ Zum dritten Mal haben die „Socceroos“ eine WM-Vorrunde überstanden, bislang war sofort danach jeweils Endstation.
Am kommenden Freitag soll sich das im Sechzehntelfinale ändern. In Dallas, betonte Trainer Tony Popovic, werde man „versuchen, etwas Besonderes zu schaffen“. Einem echten Schwergewicht werden die Australier jedenfalls aus dem Weg gehen, Gegner wird der Zweite aus der Gruppe G. Doch komme, wer wolle: Genug Selbstvertrauen haben Irvine und Co. allemal.
„Ich glaube, vor Beginn der Weltmeisterschaft haben uns nicht viele zugetraut, in der Gruppe Zweiter zu werden“, sagte Aiden O’Neill: „Aber genau dieser Glaube herrscht in unserer Mannschaft.“ Allein, dass man zum zweiten Mal in Folge bei einer WM die Gruppenphase überstanden hat, zeige, so Irvine, „welche Schritte wir gemacht haben. Das ist eine großartige Mannschaft, und ich hoffe, dass wir dieses K.o.-Spiel als Nächstes gewinnen können.“