Der Traditionsklub Heart of Midlothian arbeitet weiter aussichtsreich an der Sensation im schottischen Fußball – muss für die Krönung nun aber noch durch ein echtes Endspiel im Celtic-Park. Die Hearts gewannen am vorletzten Spieltag ihr Heimspiel gegen den FC Falkirk mit 3:0 (2:0) und hielten damit die Tabellenspitze in der Meisterrunde der schottischen Premiership. Zeitgleich setzte sich am Mittwoch aber auch Celtic Glasgow 3:2 (1:1) beim FC Motherwell durch, der Rekordmeister liegt weiterhin nur einen Punkt zurück.
Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) treffen beide Teams in Glasgow aufeinander. Den Hearts aus Edinburgh, bei denen der Deutsche Alexander Schwolow im Tor steht, genügt dann ein Remis für den Titelgewinn – sie würden damit ein Stück schottische Fußballgeschichte schreiben: Erstmals nach 41 Jahren käme der Meister nicht aus Glasgow, seit 1985 teilen sich Celtic und Erzrivale Rangers die Titel auf.
Die Hearts, 1874 gegründet, waren bislang viermal Meister – zwei dieser Triumphe stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. 1895, 1897, 1958 und 1960 krönte sich der Klub, es folgten turbulente Jahrzehnte, die mitunter auch in die 2. Liga führten. Erst im Jahr 2021 stieg das Team letztmals auf.
Am Mittwoch sorgten im heimischen Tynecastle Park Frankie Kent (29.), Cameron Devlin (34.) und Blair Spittal (86.) mit ihren Toren für den vorletzten Schritt zur Meisterschaft. Für Celtic trafen Daizen Maeda (41.), Benjamin Nygren (58.) und Kelechi Iheanacho (90.+9) per Elfmeter tief in der Nachspielzeit zum so wichtigen Sieg.