Der kenianische Mittelstreckler Emmanuel Wanyonyi hat den Weltrekord über 1000 m nach 27 Jahren verbessert. Beim Diamond-League-Meeting in Monte Carlo gewann der 800-m-Olympiasieger und -Weltmeister in 2:11,83 Minuten. Die vorherige Weltbestmarke auf dem nicht-olympischen Kilometer hatte Wanyonyis Landsmann Noah Ngeny 1999 in 2:11,96 aufgestellt.
Ein dickes Ausrufezeichen setzte auch Julien Alfred. Die 100-m-Olympiasiegerin aus St. Lucia lief die 200 m bei leichtem Rückenwind in 21,51 Sekunden in der drittbesten Zeit der Geschichte, der Weltrekord wird seit 1988 von Florence Griffith-Joyner (USA/21,34) gehalten.
Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis überflog für seine Verhältnisse keineswegs mehr außergewöhnliche 6,07 m, der Schwede siegte dennoch unangefochten mit Meetingrekord. Seine Bestmarke aus dem März liegt bei 6,31 m.
Die deutschen Starter übernahmen einen Monat vor dem Beginn der Europameisterschaften in Birmingham mehr oder weniger auffällige Nebenrollen. 100-m-Rekordhalter Owen Ansah (Hamburg) lief in 10,01 Sekunden auf Platz vier und war nur drei Hundertstel langsamer als bei seiner Bestzeit. Weltmeister Oblique Seville aus Jamaika siegte in 9,88.
„Unfassbar“ sei das, sagte Ansah am ARD-Mikrofon: „In ein paar Wochen ist die EM, da will ich angreifen.“
Tobias Potye, WM-Fünfter von 2023 im Hochsprung, erreichte mit 2,16 m den elften und letzten Platz. 3000-m-Hindernisläufer Niklas Buchholz blieb in 8:21,46 Minuten sieben Sekunden über seiner Bestleistung.