Der Ecuadorianer Jhonatan Narváez hat seinen zweiten Tagessieg beim 109. Giro d’Italia gefeiert. Der 29-Jährige vom Team UAE Emirates-XRG setzte sich auf der achten Etappe nach einer Attacke aus einer Fluchtgruppe heraus knapp zehn Kilometer vor dem Ziel in Fermo als Solist durch. Die Klassementfahrer um Top-Favorit Jonas Vingegaard hielten sich am Samstag weitgehend zurück.

Der Norweger Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) fuhr mit einem Rückstand von 32 Sekunden auf Rang zwei, den dritten Platz sicherte sich sein Teamkollege und Landsmann Martin Tjötta (+0:42 Minuten).

Der Portugiese Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) verteidigte das Rosa Trikot erfolgreich, verlor kurz vor dem Ende aber zwei Sekunden auf den Dänen Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike).

Auf erst flachen und im letzten Renndrittel hügeligen Terrain fiel es den Fluchtkandidaten schwer, sich vom Peloton zu lösen. Erst rund 70 Kilometer vor dem Ziel schaffte ein Trio aus Narváez, seinem Teamkollegen Mikkel Bjerg und Leknessund, sich abzusetzen. Zehn Kilometer vor Schluss setzte dann Narváez die entscheidende Attacke.

Narváez bescherte dem von Sturzausfällen gebeutelten Team des viermaligen Tour-de-France-Siegers Tadej Pogacar den dritten Tagessieg bei der Italien-Rundfahrt, zuvor hatte er bereits die vierte Etappe gewonnen. Igor Arrieta holte das fünfte Teilstück. Auf den ersten Etappen hatte der UAE-Rennstall in Klassementfahrer Adam Yates, Jay Vine und Marc Soler gleich drei Topfahrer verloren.

Am Sonntag steht die zweite Bergankunft in Corno alle Scale an. Eulalio geht mit einem Vorsprung von 3:15 Minuten auf Vingegaard in die neunte Etappe. Mit einem erneuten Angriff des zweimaligen Tour-Siegers, der Eulalio am Freitag rund drei Minuten abgenommen hatte, ist zu rechnen.