Weltrekordler Paul Biedermann fehlt, wenn ab Donnerstag (9.00 Uhr) in Essen die deutschen Schwimmer um ihre Tickets für die EM in Berlin (13. bis 24. August) kämpfen.

Der 27-Jährige holt seinen Trainingsrückstand nach 14-tägiger Krankheitspause wieder auf, während Vizeweltmeister Marco Koch und seine Kollegen den zweiten Teil der EM-Qualifikation bestreiten.

Dabei müssen Koch und Co. eine zweite Norm knacken, die um 1,5 Prozent über der Richtzeit bei den deutschen Meisterschaften im Mai liegt. 30 Athleten hatten bei der DM die halbe Norm erfüllt. Für Biedermann macht Bundestrainer Henning Lambertz eine Ausnahme.

„Ihn brauche ich nicht zu überprüfen“, sagte der Schwimm-Chefcoach dem SID: „Ich weiß, dass er eine absolute Bank ist.“ Der Doppel-Weltmeister von 2009 soll bei der EM möglichst über 200 und 400 m Freistil sowie mit der 4×200-m-Freistil- und der 4×100-m-Lagenstaffel Medaillen holen.

In Essen fehlt zudem Johanna Friedrich (400 m Freistil) wegen eines Bruchs des Radiusköpfchens im Ellbogen. Lambertz rechnet mit „ungefähr 25“ Athleten, die sich für die EM qualifizieren.

Laut Ausschreibung müssen sie beim sogenannten Überprüfungswettkampf im Schwimmzentrum Rüttenscheid in der bereinigten Wertung Platz eins oder zwei belegen. „Wenn vier die Norm schaffen, werden wir alle vier vorschlagen“, sagte Lambertz. Der EM-Kader wird im Anschluss an den Wettkampf bekannt gegeben.

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