Vizeweltmeister Marco Koch hat bei der Schwimm-EM in Berlin problemlos das Halbfinale über 200 m Brust erreicht und seine Medaillenambitionen unterstrichen.

Knapp 15 Stunden nach Platz vier mit der gemischten Lagenstaffel überzeugte der 24-Jährige aus Darmstadt als Vorlaufschnellster in 2:09,11 Minuten über seine Paradestrecke. Der schottische Jahresweltbeste Ross Murdoch, über 100 m am Dienstag Silbermedaillengewinner, lag als Vierter über zwei Sekunden zurück.

„Ich bin auf Nummer sicher gegangen“, sagte Koch, „ich bin von Anfang an nicht 100 Prozent geschwommen und musste nicht alles geben.“ Bei der WM im vergangenen Jahr in Barcelona hatte Koch die einzige Medaille für die deutschen Beckenschwimmer gewonnen.

Im Velodrom gilt der deutsche Rekordhalter als einer der sichersten Medaillenkandidaten für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV).

Der ungarische Olympiasieger und Weltmeister Daniel Gyurta verzichtet in Berlin auf seine Titelverteidigung.

Das Halbfinale erreichten auch der in den USA trainierende Nicolas Graesser über 50 m sowie Titelverteidigerin Jenny Mensing (Wiesbaden) und Lisa Graf (Berlin) über 100 m Rücken.

Graesser war in 25,15 Sekunden Viertschnellster. Mensing schwamm in 1:01,52 Minuten auf Platz elf. Graf, die über 200 m als Vierte eine Medaille knapp verpasst hatte, lag 15 Hundertstelsekunden und zwei Plätze dahinter.

Im Endlauf über 800 m Freistil am Donnerstag steht die deutsche Meisterin Sarah Köhler. Die 20-Jährige aus Frankfurt/Main verbuchte im Vorlauf in 8:31,03 Minuten die fünftbeste Zeit.

Die 17-jährige Leonie Antonia Beck (Würzburg/8:43,54) schied als 15. aus.

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