Ehrlicher Lohn für ehrliche Arbeit!

Diesen Spruch scheint auch Bucks-Coach Mike Budenholzer zu kennen. Im Podcast The Lowe Post von Zach Lowe wurde er auf seine Vertragssituation angesprochen.

Der 52-Jährige, der als Headcoach in der vergangenen Situation zum ersten Mal seit 50 Jahren die NBA-Meisterschaft nach Milwaukee holen konnte, hat nur noch ein Jahr Vertrag bei den Bucks. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Mit dem Titelgewinn im Rücken antwortete er deshalb selbstbewusst: “Ich würde die Milwaukee Bucks gerne für die nächsten 20 Jahre coachen, also werde ich um eine Verlängerung um 20 Jahre bitten.” Allerdings konnte er sich dabei selbst ein Lachen nicht verkneifen, als er auch noch hinzufügte: “Das ist unser Ausgangspunkt.”

Mike Budenholzer ist bereit für 20 Jahre Bucks

Ganz ernst gemeint war seine Ansage nicht. Aber direkt nach den Finals hatte Bucks-Geschäftsführer Jon Horst verkündet, dass man Budenholzer zu Beginn der Offseason eine mehrjährige Vertragsverlängerung anbieten würde. Getan hat sich jedoch bisher nichts in diese Richtung.

Bei der Sieges-Parade nach dem NBA-Titelgewinn stand Milwaukee Kopf. Finals-MVP Giannis unterhielt die Fans mit einer Freiwurf-Imitation.

Bei der Sieges-Parade nach dem NBA-Titelgewinn stand Milwaukee Kopf. Finals-MVP Giannis unterhielt die Fans mit einer Freiwurf-Imitation.

Trotzdem scheint der Mann aus Arizona seinen Humor nicht verloren zu haben und geht entspannt mit der Situation um.

Erinnerungen an den Spielboykott in den Playoffs 2020

Einen ganz anderen Ton schlug er an, als er über das vielleicht einprägsamste Erlebnis seiner Trainerkarriere sprach – über den Spielboykott der Bucks in den Playoffs 2020. Nach den Polizeischüssen auf Jacob Blake in Kenosha – einer Nachbarstadt von Milwaukee – weigerten sich die Bucks zum fünften Spiel der Eastern Conference First Round gegen die Orlando Magic anzutreten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Damit wollte das Team gegen Polizeigewalt gegen Schwarze demonstrieren. Die Bucks bekamen Zuspruch aus der ganzen Liga und die NBA selbst hatte alle weiteren Spiele, die an diesem Tag geplant waren, verschoben.

Budenholzer selbst erinnerte sich an die Situation in der Kabine. “Das ist so groß. Wir müssen darauf reagieren”, sei der einhellige Tenor unter Spielern und Trainern gewesen.

Budenholzer: “Stehen auf der richtigen Seite der Geschichte”

Allerdings stellte sich die Frage, wie man auf eine Sache reagieren solle, “die alles verändern kann – unser Land, unsere Welt, unsere Überzeugungen.” Laut Budenholzer sei es für ihn unglaublich gewesen, wie die Spieler mit der Bedeutung dieses Moments umgegangen seien. (Kommentar: Starkes Zeichen an perfekter Stelle)

Dabei habe aber immer ein Gedanke überwogen: “Wir wussten, dass wir auf der richtigen Seite der Geschichte stehen – nicht nur die Bucks, sondern die ganzen Liga. Wir konnten etwas tun, um unser Land voranzubringen und besser zu machen.”