Der Arbeitstag von NBA-Spieler Mikal Bridges war am Sonntagabend schon nach vier mageren Sekunden beendet.

Der Shooting Guard der Brooklyn Nets wollte mit diesem Einsatz eine irre NBA-Statistik in die Geschichtsbücher bringen: 83 Spiele in einer Saison spielen. Der verrückte Umstand: Es gibt lediglich 82 Saisonspiele.

Zudem hielt damit die längste aktive Serie der NBA: Mikal Bridges, der seit seinem Draft 2018 noch nicht ein Spiel in der besten Basketball-Liga der Welt verpasste, stand damit im 392. aufeinanderfolgendem Spiel auf dem Parkett. Seit fünf Saisons hat der US-Amerikaner somit in jeder Partie mitgewirkt.

Durch seinen Trade von den Phoenix Suns zu den Brooklyn Nets konnte diese irre Konstellation zustande kommen. Zum Zeitpunkt des Vier-Team-Trades, in den Bridges involviert war, hatten die Suns – sein altes Team – bereits ein Spiel mehr absolviert als die Nets – sein neues Team.

Zum Vergleich: Auf Nummer zwei in der Liste der Aktiven steht Warriors-Center Kevon Looney. Mit 192 Spielen in Folge kann der Big Man der Kalifornier nicht einmal die Hälfte der Spiele von Bridges in Folge aufweisen.

Nets-Coach spielt bei irrer NBA-Aktion mit

Kurios war bei Bridges‘ Auftritt zudem, dass Coach Jacque Vaughn seinen Shooting Guard gar nicht in der Starting Five einplanen wollte. Die Brooklyn Nets hatten sich kurz vor dem Ende der Regular Season bereits den sechsten Platz in der Eastern Conference und somit einen fixen Playoff-Platz sichern können.

Um Verletzungen vor den Playoff-Serien in Spielen ohne mögliche Auswirkungen in der Tabelle zu vermeiden, stellen Coaches üblicherweise Ersatzspieler auf. So foulte Bridges den Forward der 76ers, Shake Milton, auch nach vier Sekunden unmittelbar. Sein Trainer reagierte ebenso sofort und beorderte seinen Schützling an die Seitenlinie.

Bereits vor der Partie sagte Coach Jacque Vaughn: „Du gehst im Prinzip ins Spiel, foulst und dann werde ich dich aus dem Spiel nehmen.“

In den Playoffs werden die Brooklyn Nets auf das an Nummer drei gesetzte Team aus dem Osten treffen. Das sind: Der Gegner am Sonntag, die Philadelphia 76ers.