Edin Dzeko fasste sich nach einem kurzen Antritt an den rechten Oberschenkel – und wusste sofort, dass er seiner Mannschaft im Kampf um das WM-Achtelfinale nicht mehr helfen kann. Mit hängendem Kopf schlich Bosniens Fußball-Ikone in der 51. Minute vom Feld in Santa Clara, die Kapitänsbinde hatte er da schon an Sead Kolasinac überreicht. Das 0:2 der Bosnier gegen die USA besiegelte fast eine Stunde später auch das Ende seiner persönlichen WM-Reise.
Mit 40 Jahren und 106 Tagen war Dzeko durch seinen Startelfeinsatz zum ältesten Feldspieler in einem K.o.-Spiel der WM-Geschichte aufgestiegen – sein letztes Spiel auf der ganz großen Fußballbühne hatte sich der Schalke-Angreifer aber anders vorgestellt. An den Journalisten ging Dzeko im Anschluss an die Partie wortlos vorbei.
Hinzu kommt: Portugals Superstar Cristiano Ronaldo (41) kann dem Rekordnationalspieler und -torschützen Bosnien-Herzegowinas den Rekord am Donnerstag (Ortszeit) wieder abnehmen, wenn er im Sechzehntelfinale gegen Kroatien eingesetzt wird.
Die Bosnier sprachen trotz des Ausscheidens von einer „tollen Erfahrung“, nach 2014 war es erst die zweite WM-Teilnahme seit der Unabhängigkeit des Landes 1992. „Wir hatten das Gefühl, mit allen Mannschaften mithalten zu können, gegen die wir spielen – das ist eine gute Sache und einfach eine gute Erfahrung“, sagte Torhüter Nikola Vasilj.